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Zufahrt zur Hofewiese gesichert

Der Gänsefuß in Langebrück sollte für zwei Wochen gesperrt werden. Jetzt gibt es einen Kompromiss.

© Thorsten Eckert

Von Thomas Drendel

Langebrück. Die Ankündigung sorgte in Langebrück für Aufregung. „Die Zufahrt zum Gasthof Hofewiese wird voraussichtlich für zwei Wochen gesperrt. Das Bauunternehmen braucht nach eigenen Angaben so lange, um die neue Asphaltschicht auf dem Gänsefuß zu verlegen“, sagte der Langebrücker Ortsvorsteher Christian Hartmann (CDU). Er fügte aber gleich hinzu: „ Aus unserer Sicht ist das nicht machbar. Einmal ist dann der Landgasthof abgeschnitten. Außerdem wohnen an der Hofewiese Menschen. Sie müssen doch zu ihrer Arbeitsstätte gelangen. Hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen“, sagte er.

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Jetzt ist es gefallen. Baufirma, Stadt- und Ortsverwaltung trafen sich am Gänsefuß und einigten sich auf neue Modalitäten. Nach Angaben von Lutz Biastoch, Leiter der Verwaltungsstelle Weixdorf/Langebrück, wurde ein Kompromiss gefunden. „Die Sperrung wird in den Spätherbst hinein verschoben. Sie soll in den ersten drei Novemberwochen erfolgen“, sagte er. Geschlossen ist die Straße jeweils von Montag bis Freitag. An den Wochenenden wird eine Ampelschaltung eingerichtet. In der Woche können die Anwohner über die sonst gesperrte Straße von der Heidemühle aus zu ihren Häusern an der Hofewiese fahren. Auch Ver- und Entsorgungsfahrzeuge sollen in dieser Zeit diese Straße nutzen.

Inhaber einerstanden

Holger Zastrow, Inhaber des Landgasthofes Hofewiese, ist mit der Regelung einverstanden. „Im November haben wir die Woche über geschlossen und nur am Wochenende geöffnet. Sonnabend und Sonntag ist durch die Ampelschaltung eine Zufahrt möglich. Der Lieferverkehr kann über die Zufahrt an der Heidemühle erfolgen. Deshalb ist für uns die gefundene Lösung in Ordnung“, sagt er.

Gerade im September und Oktober finden im Landgasthof noch mehrere Feste statt, bei denen mit einem hohen Besucherandrang zu rechnen ist. So soll am 9. und 10 September das Federweißerfest steigen, am 23. September das Oktoberfest und am folgenden Wochenende ein Erntedankfest. „Eine Schließung an einem dieser Wochenenden wäre undenkbar gewesen.“

Die neue Asphaltdecke ist notwendig, da die Drewag in dem Bereich eine neue Mittelspannungsleitung verlegen liess. Sie wurde auf einer Länge von insgesamt 1,3 Kilometern vom Ortsausgangsschild Langebrück bis zur Hofewiese ausgetauscht. Die Kabel dienen zur Versorgung von Langebrück. Die alten Leitungen sind verschlissen und müssen erneuert werden, so Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann.

Um die Parkplatzsituation insgesamt zu entspannen, soll künftig bei großen Festen sonnabends ein Shuttlebus fahren. „Das hat sich am vergangenen Wochenende bewährt, deshalb werden wir schon am 9. September ab 15 Uhr wieder einen Doppeldeckerbus zwischen Klotzsche, Langebrück und der Hofewiese pendeln lassen. Er wird alle halbe Stunden fahren und sowohl für die Hin- als auch für die Rückfahrt nutzbar sein.“