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Zufahrtsstraße zum Nieskyer Eisstadion soll bis zur Eröffnung fertig werden

Im Volksmund wird sie schon Schnellstraße genannt, weil ihre Entstehung ein Schnellschuss ist. Geplant wird erst seit Anfang September.

© Jens Trenkler

Von Frank-Uwe Michel

Niesky. Egal wie man es dreht oder wendet - in ihren letzten beiden Sitzungen haben die Nieskyer Stadträte ganze Arbeit geleistet. Im September erfuhren sie erstmals davon, dass aus der zum Eisstadion führenden Schotterpiste eine richtige Zufahrtsstraße werden soll und legten kurzerhand die Kompetenz zur Vergabe der notwendigen Aufträge in die Hände von Oberbürgermeisterin Beate Hoffmann. Im Oktober beschlossen sie die dazu notwendigen „überplanmäßigen Aufwendungen für den Eingangsbereich des Freizeitparks“. Die beauftragte Firma Straßen- und Tiefbau GmbH See klotzte seit dem Erhalt des Auftrags ordentlich ran, sodass die Fertigstellung der Piste bis zum Eröffnungstermin des Eisstadions am 27. Oktober mittlerweile eine realistische Zielstellung ist. Allerdings müsse das Wetter auch weiterhin mitspielen, bekräftigt Enrico Bachmann, der als Sachgebietsleiter Tiefbau in der städtischen Verwaltung die Verantwortung trägt. Gebaut werde eine 3,50 Meter breite Straße mit Bordanlage und Begrenzung, Asphalt-Belag und Schnittgerinne. Außerdem werden acht mit LED-Leuchtmitteln ausgerüstete Lampen die Strecke zwischen der Steinbank und dem Eisstadion erhellen. Nicht zu vergessen, entstehen auch vier Parkplätze für Behindertenautos und drei Stellflächen, die von den Beschäftigten des Freizeitparkes genutzt werden können. „Wir sind in die Planung und Ausführung so eingestiegen, dass auch ein Versorgungs-Lkw oder der Mannschaftsbus des Eishockey-Gästeteams die Straße bis hinter fahren kann“, erläutert der Bauexperte.

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Eine Schwierigkeit muss jedoch noch gelöst werden: Die Wurzeln der nahe stehenden Bäume dürfen jetzt und auch in späteren Jahren keinen Schaden machen. „Da aber sowieso ein Leitungsgraben in diesem Bereich nötig wird, verlegen wir darin auch sogenannte Wurzelschutzfolie. Die ist reißfest und beeinflusst die Wurzeln in ihrem Wachstum so, dass sie sich ihren Weg nach weiter unten suchen“, weiß Bachmann. Ansonsten seien vom Baugrund keine Unwägbarkeiten mehr zu erwarten.

Die im Haushalt pauschal für die Freiflächengestaltung am Freizeitpark eingestellten Gelder von 100 000 Euro reichen für den konkreten Straßenbau jedoch nicht aus. Der aktuelle Planansatz umfasst 69 000 Euro mehr. „Da die Bausumme generell förderfähig ist, können wir über die Zwei-Drittel-Förderung mit 46 000 Euro rechnen. Die restlichen rund 23 000 Euro wird die Stadt alleine stemmen“, sagt Bachmann. Die Gelder stammen aus höheren Gewinnabführungen der städtischen Gesellschaften.

Den Besuchern des Freizeitparkes sollen vorerst Parkplätze im Umfeld angeboten werden. Nach SZ-Informationen befindet sich die Stadt in Verhandlungen zur Nutzung des Schwesternhaus-Grundstückes an der Ecke Zinzendorfplatz/Poststraße. In Planung ist parallel dazu ein Parkraumkonzept, mit dessen Hilfe Platz geschaffen werden soll, um das Parkplatzproblem perspektivisch zu lösen. Möglichkeiten sieht die Verwaltung im Bereich Bautzener Straße/Höhnestraße.

Sollten dort Stellflächen entstehen, müssten die Gäste des Freizeitparks ein paar Schritte durch den Park laufen, um an ihr Ziel zu gelangen. Letztlich hat jedoch der Stadtrat über das Parkraumkonzept zu befinden.