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Zukunftsträume werden zerstört

Familienangehörige sind auch von der Schließung betroffen. Die älteren Arbeitnehmer haben Bedenken vor Neuem.

Joyson-Mitarbeiter wollen ihr Werk nicht aufgeben. © André Braun

Nicht nur die Mitarbeiter selbst sind von der Schließung betroffen, auch ihre Familien. Deshalb waren viele von ihnen mit zur Kundgebung. Zu ihnen gehörte eine Roßweiner Familie mit zwei Kindern im Alter von sieben und drei Jahren. „Wir haben ein älteres Haus ausgebaut. Für uns stand fest, dass wir in der Region bleiben, auch weil ich meinen Arbeitsplatz ganz in der Nähe hatte“, so der Roßweiner. So seien Beruf, Familie und Haus gut zu vereinbaren gewesen. „Wir haben uns hier etwas für die Zukunft aufgebaut, das nun infrage gestellt wird“, so der Joyson-Mitarbeiter. Er ist davon überzeugt, dass er wieder eine neue Arbeit finden wird, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in der Region. Das würde dann bedeuten, dass er einen längeren Arbeitsweg in Kauf nehmen muss und weniger Zeit für seine Familie hat. Außerdem komme es auf die Konditionen an, denn bei Joyson haben die Mitarbeiter einen guten Verdienst. „Es ist sehr schade, dass geplant ist, dass Werk zu schließen. Ich hoffe wir können das verhindern“, so der Roßweiner.

Im Mockritzer Werk gibt es viele Mitarbeiter, die von Anfang an dabei sind, seit 20 Jahren am Standort arbeiten und sich spezialisierten. Darunter sind auch viele Frauen. „Das Problem ist, dass viele von uns Ende 50, Anfang 60 sind. Wir müssen uns nach 20 Jahren völlig umorientieren und das ist ganz bestimmt nicht einfach“, sagte eine der Betroffenen. (DA/je)

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