Merken

Zulieferverträge für das Plauener Plamag-Werk reichen für drei Jahre

Mit der Zerschlagung von Manroland fallen in Plauen Hunderte Arbeitsplätze weg. Die Betroffenen sollen am nächsten Montag die Hiobsbotschaft erhalten.

Teilen
Folgen

Plauen. Das mit massivem Stellenabbau verbundene Rettungskonzept des insolventen Druckmaschinenherstellers Manroland muss in Details für Plauen noch ausverhandelt werden. Zu regeln sei dabei etwa der Umgang mit den zuletzt in Altersteilzeit Beschäftigten und die zugesagte, aber nicht schriftlich fixierte Übernahme aller Lehrlinge, sagte gestern der Zwickauer IG-Metall-Bevollmächtigte Stefan Kademann. „Wir werden sehen, dass wir so viele Arbeitsplätze wie möglich aus der Insolvenz heraus retten können“, kündigte der Gewerkschafter im Sender MDR Info an.

Zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags Ende November waren nach Angaben des Betriebsrats 726 Mitarbeiter in der Plamag beschäftigt. Dazu kommen laut IG Metall noch knapp 100 Mitarbeiter, in deren Altersteilzeit bereits die Freistellungsphase begonnen hatte. Am kommenden Montag will der Insolvenzverwalter die Ergebnisse der Restrukturierung für Plauen bekannt geben. Dann wird es im Plamag-Werk die nächste Betriebsversammlung geben.

Kademann sagte, dass 50 der knapp 300 Stellen, die in Plauen erhalten bleiben sollen, formal zum Standort Augsburg gehören werden. Für das größte Manroland-Werk in Bayern hatte die Lübecker Possehl-Gruppe den Zuschlag erhalten, die für das Plauener Plamag-Werk Zulieferverträge zugesichert und eine spätere Eigenbeteiligung in Aussicht gestellt hat. Diese Lieferverträge, die eine Grundauslastung für Plauen garantierten, sollen voraussichtlich über drei Jahre laufen, fügte Kademann hinzu.

Um zukunftsfähig zu werden, müsse die Plamag schnellstens weitere Geschäftsfelder erschließen. „Der Betrieb muss so aufgestellt werden, dass er sich für potenzielle Interessenten lohnt“, sagte Kademann. (dpa)