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Zum Auftakt die erste Auswärtsniederlage

Dynamo startet mit einer Pleite in die Restrückrunde. Im Ostduell bei Rot-Weiß Erfurt unterliegt der Spitzenreiter mit 2:3 - trotz Testroets Führungstreffer und einigen Großchancen.

© Robert Michael

Tino Meyer

Erfurt. Am 22. Spieltag ist es passiert: Dynamo Dresden hat auswärts zum ersten Mal in dieser Saison verloren. Beim Restrückrundenauftakt am Samstagnachmittag hieß es 2:3 gegen Rot-Weiß Erfurt, eine absolut unnötige Niederlage beim Viertletzten der 3. Liga.

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Impressionen vom Spiel in Erfurt

Testroet jubelt nach seinem Tor zum 0:1.
Testroet jubelt nach seinem Tor zum 0:1.
Blaswich kann das Tor zum 1:1 nicht verhindern.
Blaswich kann das Tor zum 1:1 nicht verhindern.
Stefan Kutschke (r.) gegen Erfurts Sebastian Tyrala.
Stefan Kutschke (r.) gegen Erfurts Sebastian Tyrala.
Trainer Uwe Neuhaus.
Trainer Uwe Neuhaus.
Testroet (l.) und Tim Vyrynen stehen sich gegenseitig im Weg.
Testroet (l.) und Tim Vyrynen stehen sich gegenseitig im Weg.
Das Tor zum 3:1.
Das Tor zum 3:1.
Andreas "Lumpi" Lambertz (l.) und Justin Eilers nach einer vergebenen Chance.
Andreas "Lumpi" Lambertz (l.) und Justin Eilers nach einer vergebenen Chance.
Justin Eilers ...
Justin Eilers ...
... kann nach der Niederlage ...
... kann nach der Niederlage ...
... seine Enttäuschung nicht verhehlen.
... seine Enttäuschung nicht verhehlen.

Dynamo war über die gesamte Spielzeit die bessere Mannschaft, technisch, taktisch überlegen und auch mit mehr Spielanteilen. Die Führung fiel nach einem Eckball: Niklas Kreuzers Eingabe köpfte Pascal Testroet ins Tor - 1:0 für den Favoriten in der 20. Minute. Nur zwei Minuten später scheiterte dann Justin Eilers mit dem Versuch, den Ball über Torwart Eric Domaschke zu lupfen.

Erfurt dagegen versuchte, nur keine Fehler zu machen - was oft misslang. Angriffe der Rot-Weißen blieben die Ausnahme. Wenn es überhaupt gefährlich wurde, dann durch Fernschüsse. Dass so Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit der Ausgleich fiel, passte also ins Bild. Marc Höcher hatte von der Seitenauslinie geschossen, der Ball flog an Freund und Feind vorbei - und zum 1:1 ins Tor.

Das sagen die Trainer

Uwe Neuhaus (Dynamo Dresden):

Ich bin jetzt nicht zu Tode betrübt, trotzdem ärgert mich diese Niederlage - weil sie so überflüssig ist. Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und haben den Gegner 35 Minuten dominiert. Das Gegentor kassieren wir aus dem absoluten Nichts. Dieses 1:1 hat schon wehgetan. Erfurt kam dann ein bisschen griffiger aus der Kabine, und dennoch haben wir richtig klare Möglichkeiten. Darin liegt der Knackpunkt des Spiels. Wer seine Möglichkeiten nicht nutzt... Es ist nicht das erste Spiel im Fußball, dass so gelaufen ist. Von einem unverdienten Sieg für Erfurt will ich nicht sprechen, aber wir hatten das Spiel in der Hand. Erfurt hat unsere Fehler ausgenutzt.

Stefan Krämer (Rot-Weiß Erfurt):

Das Tor kurz vor der Halbzeit hat uns ins Spiel zurückgebracht und war vor allem wichtig für die Birne der Jungs, dass sie daran glauben, den Tabellenführer besiegen zu können. Mit der 46. Minute sind wir dann auch richtig gut ins Spiel gekommen, haben den Gegner zu Fehlern gezwungen. Wenn Testroet allerdings das 2:1 für Dynamo macht, weiß ich nicht, wie sich das Spiel entwickelt. Mit diesen drei Punkten ist der Anfang gemacht. Wir brauchen aber insgesamt noch 23, 24 weitere Punkte. Ein Sieg gegen den Spitzenreiter steigert die Überzeugung, es zu schaffen.

1 / 2

Auch nach der Pause kontrollierte Dynamo nach Anlaufschwierigkeiten das Geschehen, war dabei aber selten zwingend. Drei Großchancen gab es dennoch: Erst vergab Sinan Tekerci (51.), dann Pascal Testroet (62.) und schließlich auch Justin Eilers (65.). Wer seine Möglichkeiten nicht nutzt… Die Strafe folgte wenig später, als Schiedsrichter Jochen Drees den Erfurtern einen umstrittenen Elfmeter zusprach. Marco Hartmann soll Sebastian Tyrala gefoult haben. Der RWE-Kapitän ließ sich das Geschenk nicht nehmen - und verwandelte zum 2:1 für seine Mannschaft (69.).

Dynamos Schlussoffensive, für die Trainer Uwe Neuhaus den Neuzugang Stefan Kutschke sowie Jim-Patrick Müller einwechselte, zündete nicht wirklich. Okan Aydin schoss in der letzten Minute der offiziellen Spielzeit das 1:3 für Erfurt, Marco Hartmann konnte wenig später (92. Minute) noch das 2:3 erkämpfen.

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