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Zurück auf der großen Bühne

Aljona Savchenko gelingt im Kurzprogramm mit ihrem neuen Partner Bruno Massot ein vielversprechendes EM-Debüt.

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Von Britta Körber

Furioser Auftakt für die neue deutsche Medaillenhoffnung Aljona Savchenko/Bruno Massot bei den ersten gemeinsamen Eiskunstlauf-Europameisterschaften: Mit einem hochwertigen Kurzprogramm zu Klängen aus dem Cirque du Soleil stürmten die Wahl-Oberstdorfer auf Platz zwei vor der Kür am Sonnabend.

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Die 75,54 Punkte übertrumpften am Freitag nur die russischen Olympiasieger Tatjana Wolossoschar/Maxim Trankow (79,77) mit ihrer Bollywood-Vorführung. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, ich bin überglücklich, zurück auf der großen Bühne zu sein“, sagte Savchenko.

Die fünfmalige Weltmeisterin tat sich nach dem Karriere-Ende von Robin Szolkowy mit Massot zusammen, musste aber eine 18-monatige Sperre wegen seines Verbandswechsels absitzen. Auf Bronze-Kurs lag ausgerechnet das von Szolkowy betreute russische Duo Jewgenija Tarasowa und Wladimir Morosow (70,17).

Von ihren akuten Rückenproblemen ließ sich die 32 Jahre alte Savchenko nichts anmerken. „Die Physiotherapeuten und Ärzte haben 24 Stunden gearbeitet“, erzählte die gebürtige Ukrainerin, die auch die frühe Startnummer wegen der fehlenden Weltranglistenpunkte nicht störte: „Wir haben nichts zu verlieren, das Wettkampfgefühl ist einfach großartig.“

Schon beim ersten Element, einem hoch geworfenen Twist, stockte den 6 000 Zuschauern der Atem – dann gab es Szenenapplaus. „Ich habe mich riesig gefreut über die Fans, die ich zwei Jahre vermisst habe“, betonte die Sportsoldatin. Viele deutsche Anhänger machten mit Trommeln Lärm in der Ondrej Nepela Arena. Eine Schrecksekunde gab es, als Savchenko und Massot den dreifachen Toeloop schräg sprangen, aber noch abfangen konnten. „Da war mein Puls auf 180“, bekannte Trainer Alexander König, für den die Kurzkür die beste Saisonleistung war.

Auch Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union (DEU), war zufrieden: „Ein guter Auftakt, sie schlagen sehr frisch auf.“ Besonders der 27 Jahre alte Massot arbeitete sich in den vergangenen Monaten an das Weltklasse-Niveau seiner Partnerin heran. „Er will gleichwertig sein“, meinte Dönsdorf. Massot war nach seiner Premiere an der Seite der viermaligen Europameisterin erleichtert : „Ich hatte einen kleinen Fehler beim Toeloop, aber für die erste EM war das nicht schlecht.“ Mit Savchenko sei die Resonanz der Zuschauer unbeschreiblich: „Die Atmosphäre ist verrückt.“ Mit einem dreifachen russischen Triumph endete am Freitag die Damen-Konkurrenz. Neue Titelträgerin wurde Jewgenija Medwedewa vor Jelena Radjonowa und Anna Pogorilaja. (dpa)