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Zuschuss für die Stadtkasse

Der Radeberger Stadtsprecher ist mit dem Erlös aus der Bierstadtfest-Auktion zufrieden. Wofür das Geld ausgegeben wird, steht noch nicht fest.

© Bernd Goldammer

Von Thomas Drendel

Radeberg. Die Stadt Radeberg unterstützt das Bierstadtfest jedes Jahr finanziell. Bei einem Event kommt aber auch etwas für die Stadtkasse zusammen: Bei der Versteigerung von Fundsachen.

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Der Radeberger Markt bietet ab sofort einen neuen Service an. So kommen auch Privat-Kunden ganz unkompliziert an ihr Wunschprodukt.

Wobei diesmal das größte Stück keine Fundsache war. „Wir hatten ein Moped S51 im Angebot und das wurde nicht am Straßenrand gefunden, sondern die Polizei hatte es der Stadt übergeben“, sagt Stadtsprecher Jürgen Wähnert. Das Moped war von den Beamten beschlagnahmt worden, da der Besitzer Schulden nicht bezahlen konnte. „Er hat das Moped dann nicht ausgelöst. Nach einer gewissen Frist wurde das Zweirad an die Stadt weiter gegeben. Wir haben es jetzt versteigert.“ Für gut 500 Euro fand es beim Bierstadtfest einen neuen Besitzer. „Das ist ein guter Preis für ein solches Moped. Auch wir sind mit dem Erlös zufrieden“, sagt Jürgen Wähnert. Außerdem kamen mehrere Fahrräder, ein Smartphone eine Halskette und Krücken unter den Hammer. „Die Krücken wurden wirklich gefunden. Es ist mir rätselhaft, wie jemand der schlecht laufen kann, so etwas vergessen kann. Vielleicht gab es ja eine Spontanheilung“, sagt er scherzhaft. Insgesamt wurden diesmal zwölf Dinge versteigert. Genau 1013 Euro kamen zusammen. „Das Geld wird jetzt an die Stadtkasse überwiesen. Es fließt in den allgemeinen Haushalt ein, deshalb ist unmöglich zu sagen, wofür es genau ausgegeben wird. Die Summe kann beim Straßenbau Verwendung finden, bei der Renovierung eines Kindergartens oder einer Anschaffung für den Bauhof.“

Laut Stadt werden im Laufe eines Jahres deutlich mehr als diese zwölf Dinge im Bürgerbüro abgegeben. Ein Teil wird von den Eigentümern abgeholt. Wenn sich kein Besitzer meldet, kann der Finder nach einer Frist von sechs Monaten das Fundstück für eine kleine Verwaltungsgebühr erwerben. Wenn der Finder den Gegenstand jedoch nicht haben will, geht das Fundstück ins Eigentum der Stadt über. Nicht mit angeboten werden die zahlreichen Schlüssel, die im Laufe eines Jahres im Bürgerbüro abgegeben werden – aus Sicherheitsgründen.