merken

Zuwachs für die Kleine Sächsische Schweiz

Ostern 2018 kennt nur Gewinner. Je nach Wetter waren Angebote drinnen oder draußen gefragt. Eins davon feiert bald Geburtstag.

© Marko Förster

Von Heike Sabel

Sächsische Schweiz. Durchwachsen: So war Ostern, vom Wetter und von den Besucherzahlen touristischer und Freizeitangebote her. Wenn das Wetter durchwachsen ist, gibt es eigentlich keine Verlierer, nur Gewinner an verschiedenen Tagen. Der Freitag war der sonnigste Tag, an dem sich die freuten, deren Angebote draußen stattfinden und für die Ostern auch immer der Start in die Saison ist.

Die gesunde Drittelstunde
Die gesunde Drittelstunde
Die gesunde Drittelstunde

Impfen lassen? Neue Therapien? Was zahlen Kassen? Fragen rund um das Thema Gesundheit: hier gibt es Antworten. Redakteur Jens Fritzsche im Gespräch mit Experten.

Der Urzeitpark Sebnitz zum Beispiel. Der zählte am Freitag etliche Besucher, und am Montagnachmittag kamen auch noch ein paar Gäste. Da lockte es auch viele ins Geibeltbad Pirna – dank des preisgünstigen Familientags – oder zum Kerzenziehen nach Krietzschwitz. Ganz groß im Kommen sind die kleinen Dinge. Das Königsteiner Miniatur-Elbtal ist die Variante fürs schlechte Wetter, weil drinnen. Von Januar bis März wird schon ein Besucherplus von sieben Prozent verzeichnet, Ostern brachte auch mehr als vor einem Jahr. Vor allem der ungemütliche Sonntag machte Betreiber Klaus Richter glücklich.

Bei der Kleinen Sächsischen Schweiz in Dorf Wehlen sieht man das freilich etwas anders, denn die befindet sich unter freiem Himmel. Dennoch spricht man hier von zwei Super-Tagen am Freitag und Montag und auch an den beiden anderen seien „entspannte und interessierte“ Gäste da gewesen. Für die Betreiber, die Familie Lorenz, ist dieses Jahr ein besonderes, denn es ist ihr 20. Aus diesem Grund wird Pfingsten besonders gefeiert und eine neue Station eingeweiht: das Richard-Wagner-Denkmal.

Für die Burg ganz normale Tage

Pfingsten finden dann hoffentlich auch wieder mehr Gäste den Weg auf die Burg Stolpen. Dort lief das lange Oster-Wochenende nämlich schlecht, richtig schlecht, sagt Angela Thiemig. Die rund 1 500 Besucher waren wieder weniger als voriges Jahr und da seien es schon wenig gewesen. Ostern war damit wie ein ganz normaler Wochentag. Woran das liegt?

Am wachsenden Angebot in der Umgebung womöglich; am Wetter dagegen nur bedingt, sagt sie. Sie sei am Sonntag in Rammenau gewesen, da war der Parkplatz voll, obwohl es schlechtes Wetter war. Aber da gab es den Ostermarkt mit Angeboten auch drinnen. Trotzdem: ein ähnliches Angebot sei keine Option. Die Stunde der Burg Stolpen schlägt dieses Jahr unter anderem im Juni zur Festwoche anlässlich 800 Jahre Stolpen. Eine kulturelle Premiere erlebte der Kunsthof Maxen am Sonnabend. Zum ersten Mal seit der Eröffnung vor zehn Jahren gab es Musik, und zwar mit dem Akkordeonorchester Dresden. Am Freitag hatten auch in Maxen die Leute draußen gesessen.

Wanderern, Spaziergängern und Radfahrern war das Wetter aber meist egal. Sie waren an allen Tagen zu beobachten. Osterspaziergang muss sein, ob die Sonne scheint, es stürmt oder schneit. Die treuen Besucher des Heidenauer Lugturmes sind dafür der beste Beweis. Der Barockgarten Großsedlitz lockte Ostern noch einmal mit seiner erfolgreichen Aktion „Zwei Saisonkarten für den Preis von einer“. Wie viele es nutzten, konnte am Montag noch nicht gesagt werden. Auch die Festung Königstein war da noch nicht mit dem Zählen ihrer Besucher fertig.

Aber die Saison fängt ja auch erst an…