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Zuzug im Gewerbegebiet

Die Geschichte von Hetke & Sengewitz begann in einer Garage. Nun baut die Firma an der Glogauer Straße.

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© Sebastian Schultz

Von Stefan Lehmann

Riesa. Noch wiegt sich entlang der Glogauer Straße der Roggen im Wind, doch schon in wenigen Tagen rollen hier die Bagger an. Dann bekommt das Gewerbegebiet unweit der Rostocker Straße Zuwachs, denn die Firma Hetke & Sengewitz zieht aus Merzdorf hierher um. „Am 11. Juni soll es losgehen“, sagt Geschäftsführer Andreas Hetke. Gemeinsam mit seiner Frau, Inhaberin Anne Hetke, leitet er seit neun Jahren das Unternehmen, das sich 1995 unter dem Namen Antrack & Sengewitz in Mergendorf gegründet hatte.

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In der Anfangszeit wirtschaftete die Firma noch von einer Garage aus, erzählt Andreas Hetke. Schwerpunkt war der Verleih und Verkauf vor allem von Pflegebetten. 1997 ging es für die Firma nach Merzdorf an die Adolf-Damaschke-Straße, schon damit ging eine Erweiterung der Geschäfts- und Verkaufsräume einher. Nun ziehen die einzelnen Standorte an der Glogauer Straße zusammen. „Wir wollen alles bündeln, effizienter werden“, erklärt Andreas Hetke, „und sichtbarer.“ Das sei man so nah an der Rostocker Straße eher als in Merzdorf. Bisher wickelt das Sanitätshaus einen großen Teil seiner Geschäfte über den Versand ab, geliefert wird bis nach Coswig, Nossen oder Dresden. Am neuen Standort werden dann Lager und Verkaufsräume unter einem Dach zu finden sein, auf einer Gesamtfläche von 700 Quadratmetern. Mittlerweile setzt das Sanitätshaus auch einen weiteren Schwerpunkt: die Mobilität im Alter, also etwa den Verkauf von Rollatoren, sowohl klassischen als auch elektrischen. Das Geschäft funktioniert, mittlerweile zählt der Betrieb 21 Mitarbeiter. Bis Hetke & Sengewitz die neue Halle beziehen, wird wohl noch jemand zusätzlich eingestellt.

Auf das Grundstück im Gewerbegebiet hatten Anne und Andreas Hetke schon länger ein Auge geworfen. „Die Planungsphase dauerte mehr als zwei Jahre“, sagt der Geschäftsführer. Das hing vor allem damit zusammen, dass die Stadtverwaltung ursprünglich andere Pläne mit dem Gelände hatte, dort zunächst eine Automeile plante. Die Umwidmung zog sich hin. „Wir hatten uns zu dieser Zeit schon das Grundstück reserviert“, verrät Andreas Hetke. Nun gehört die Firma zu den ersten, die auf der im Herbst 2016 fertig erschlossenen Fläche bauen. In Sichtweite befinden sich noch vier Unternehmen: Handelshof, die Dekra sowie Leichsner Kompro und Sonepra.

Ehe die neue Halle in die Höhe wächst, werden aber noch einige Wochen vergehen. Bis August werden wohl die Tiefbauarbeiten dauern, sagt Projektleiter Steffen Engert vom Generalunternehmer Freyler Industriebau. Dach und Fassade seien für Ende August, Anfang September geplant. Die Halle habe Freyler gemeinsam mit dem Sanitätsunternehmen geplant, beim Bau seien ausschließlich Handwerksunternehmen aus der Region im Einsatz. „Fertigstellungstermin ist voraussichtlich Ende Februar, abhängig vom Wetter.“

Die alte Halle an der Adolf-Damaschke-Straße hat mit Eröffnung des neuen Standortes übrigens ausgedient, erklärt Hetke: „Wenn es so weit ist, dann suchen wir für die Halle einen Nachfolger.“ Ob bis dahin auch schon feststeht, wer noch in das Gewerbegebiet zieht? „Ich bin gespannt, welche Nachbarn wir bekommen“, sagt Andreas Hetke und lächelt. Er ist sich relativ sicher, dass die Halle des Sanitätshauses nicht lange allein auf dem Feld stehen wird. „Ich denke, dass es hier jetzt losgeht.“ Auch in der Stadtverwaltung zeigt man sich verhalten optimistisch: „Es laufen aktuell interessante Gespräche“, sagt Stadtsprecher Uwe Päsler. Einzelheiten gebe es aber noch nicht zu verkünden.