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Zverev steht im Achtelfinale

Erneut muss Deutschlands bester Tennisspieler bei den French Open über fünf Sätze gehen - und überzeugt vor allem durch seinen Kampfgeist.

Alexander Zverev kämpft sich in Paris ins Achtelfinale.
Alexander Zverev kämpft sich in Paris ins Achtelfinale. © dpa/Pavel Golovkin

Paris. Alexander Zverev haderte, er fing sich eine Verwarnung ein und erlebte einen fürchterlichen Einbruch. Am Ende aber schlug er eine krachende Vorhand unerreichbar für den Gegner ins Feld und hob im "Gewächshaus" von Roland Garros triumphierend die Arme. Der Weltranglistenfünfte aus Hamburg steht damit im Achtelfinale der French Open in Paris, mit einer weiteren Demonstration von Kampfgeist und Siegeswillen kämpfte er den Serben Dusan Lajovic mit 6:4, 6:2, 4:6, 1:6, 6:2 nieder.

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"Es war ein sehr schweres Match, ich bin froh, dass ich weiter bin", bekannte Zverev (22) bei Eurosport und ergänzte: "Ich habe im vierten Satz schlecht gespielt, dann kann es schnell gehen. Im fünften Satz habe ich wieder aggressiver gespielt, dann lief es." Es war der zweite Marathon des ATP-Champions nach dem über vierstündigen Fünfsatz-Krimi zum Auftakt gegen John Millman (Australien). Diesmal nutzte Zverev nach 3:03 Stunden den ersten Matchball auf dem neuen, von zwei Gewächshäusern umgebenen Court Simonne Mathieu.

Im Achtelfinale wird es freilich kaum leichter werden für Zverev: Sein Gegner, Fabio Fognini (Italien/Nr.9), ist ein Sandplatzspezialist. Er hatte im vergangenen Jahr in Roland Garros im Halbfinale gestanden, dort gegen Turniersieger Rafael Nadal (Spanien) verloren, dafür dann aber im April das Masters auf roter Asche in Monte Carlo gewonnen, nach einem Halbfinalsieg gegen Nadal. Im Finale bezwang er Lajovic.

Wie gegen Millman glich das Spiel von Zverev gegen Lajovic (28) einer Achterbahnfahrt, in deren Verlauf er im ersten Satz verwarnt wurde, nachdem er wutentbrannt einen Ball aus dem Court gedroschen hatte. Danach steigerte sich Zverev und schien klar in drei Sätzen gewinnen zu können. Dann, mit zwei gewonnenen Durchgängen im Rücken, ließ er erst langsam und dann stark nach. Und zu Beginn des fünften Satzes war er wieder dominierend, auch wenn er nach einem Break zunächst gleich ein Rebreak kassierte.

Wie unbeständig Zverev in einem Match auf eher mäßigem Niveau spielte, verdeutlichte schon der Blick auf die Statistik: 54 "erzwungene" und 55 "leichte" Fehler, darunter 14 Doppelfehler, wechselten sich ab mit 52 Gewinnschlägen, darunter 18 Asse, die teilweise sehr gut vorbereitet und grandios vollendet waren. Am Ende hatte Zverev genau einen Punkt mehr gewonnen als Lajovic, mit dem er sich schon im Vorjahr in der zweiten Runde in Roland Garros fünf Sätze lang abgemüht hatte.

Viel Spannung verspricht im Achtelfinale vor allem das Match zwischen dem Schweizer Stan Wawrinka, Sieger der French Open 2015, und dem aufstrebenden, als Geheimfavorit gehandelten Griechen Stefanos Tsitispas. Wawrinka setzte sich in der dritten Runde gegen den Bulgaren Grigor Dimitrow mit 7:6 (7:5), 7:6 (7:4), 7:6 (10:8) durch. Tsitsipas gewann ein Duell über zwei Tage gegen den Serben Filip Krajinovic mit 7:5, 6:3, 6:7 (5:7), 7:6 (8:6). (sid)