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Sport

Zwei Corona-Fälle bei Fortuna Düsseldorf

Trotz der Infektionen muss nicht die gesamte Mannschaft in Quarantäne. Und auch der 1. FC Magdeburg darf wieder trainieren - unter Auflagen.

Rückschlag für Düsseldorfs Trainer Uwe Rösler in der Saison-Vorbereitung: Seine Mannschaft verzeichnet zwei Corona-Fälle.
Rückschlag für Düsseldorfs Trainer Uwe Rösler in der Saison-Vorbereitung: Seine Mannschaft verzeichnet zwei Corona-Fälle. © Thilo Schmuelgen/Reuters-Pool/dpa

Der Sorge nach zwei positiven Corona-Tests folgte bei Fortuna Düsseldorf noch am Sonntag Erleichterung. Der Fußball-Zweitligist muss nach dem Test-Wirrwarr nicht geschlossen in häusliche Quarantäne. Die beiden betroffenen Spieler zeigen bislang kaum Symptome, und bislang hat es auch beim Testspielgegner im Nachbarort vom Freitagabend keine Infektionen gegeben. "Durch eine aufwendige Kontaktverfolgung des Gesundheitsamtes und ein funktionierendes Hygienekonzept der Fortuna müssen lediglich einige Personen in Quarantäne bleiben", teilte der Club am Sonntag mit.

Am Montag werden die Mannschaft sowie das Trainer- und Funktionsteam um Chefcoach Uwe Rösler erneut auf das Sars-CoV-2-Virus getestet, nach den Ergebnissen werden weitere Maßnahmen entschieden. "Mein ausdrücklicher Dank gilt dem Gesundheitsamt in Düsseldorf, das durch eine schnelle und gewissenhafte Kontaktverfolgung identifizieren konnte, wer als sogenannte 'Kontaktperson 1' gilt und wer nicht", sagte Clubarzt und Hygienebeauftragter Ulf Blecker. 

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Nur eine kleine Personenzahl müsse in der häuslichen Quarantäne bleiben, erklärte der Clubarzt. "Weiterhin hoffen wir, dass die positiv getesteten Personen einen milden Krankheitsverlauf haben." Nach Bekanntwerden der beiden positiven Corona-Fälle am späten Freitagabend nach einem Testspiel in Meerbusch war im Laufe des Samstags klar geworden, dass durch eine Verzögerung im untersuchenden Labor alle Beteiligten zu spät von den Infektionen erfahren hatten.

Die Corona-Tests waren schon am Freitagmorgen durchgeführt worden, erfahren hatte die Fortuna von den Befunden aber erst direkt nach dem Testspiel am selben Abend beim TSV Meerbusch (5:0), wo beide Spieler mitgewirkt hatten. Die namhaften Profis wurden sofort isoliert und fuhren getrennt vom Rest des Teams nach Hause.

Das Gesundheitsverwaltung hatte daraufhin zunächst eine umfangreiche Quarantäne verfügt und verlauten lassen, dass die Fälle beim Profi-Fußballteam genauso behandelt würden wie jeder andere: "Es gibt keine Lex Fortuna", so ein Sprecher der  Gesundheitsverwaltung. Weiteren Aufschluss wird erst die nächste Testreihe zeigen.

Magdeburg trainiert wieder in Kleingruppen

Düsseldorf ist nach Dynamo Dresden und dem 1. FC Magdeburg das dritte Team in Quarantäne. Nach einem Corona-Fall innerhalb der Mannschaft trainiert der Drittligist Magdeburg seit Samstag wieder in Kleingruppen. Das gab der Verein bekannt. Ausschlaggebend dafür war die zweite negative Testung der Mannschaft und des Trainer- und Betreuerstabes am Freitag. 

Nach dem Training unter Wahrung der Hygieneregeln und des Abstandsgebotes begaben sich die Aktiven wieder in häusliche Quarantäne. Für kommenden Montag ist ein weiterer Test angesetzt. Fällt auch dieser negativ aus, kann das Team ins Mannschaftstraining unter Hygieneauflagen zurückkehren. Zusätzlich wird der Klub am nächsten Mittwoch noch eine vierte Testreihe durchführen.  

Dynamo Dresden war es zum Ende der vorigen Saison ähnlich gegangen. Die Mannschaft hatte nach der Corona-Zwangspause ab 7. Mai wieder gemeinsam trainiert, bei der Testreihe am Tag danach wurden zwei Spieler positiv auf Covid-19 getestet, das gesamte Team sowie Trainer- und Betreuerstab mussten für zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Damit stiegen die Schwarz-Gelben später als die anderen Mannschaften und unter ungleich schwierigeren Voraussetzungen wieder in die Saison ein und verpassten den Klassenerhalt. 

Der Verein forderte die Deutsche Fußball-Liga (DFL daraufhin zunächst auf, den Abstieg zu annullieren. Dieser Antrag wurde jedoch abgelehnt, Dynamo verzichtete letztlich darauf, die Spielzeit gerichtlich anzufechten, obwohl die Dresdner erhebliche Zweifel an den in einem Labor in Jena analysierten positiven Corona-Tests angemeldet hatten. (sid/dpa/SZ)

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