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Zwei Demonstrationen in Innenstadt

Die Kundgebungen eines Bündnisses gegen „Glaubenskriege auf deutschen Boden“ und einer linken Gegeninitiative fanden am Montagabend in der Dresdner City statt.

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© Robert Michael

Dresden. Zwei politische Demonstrationen waren am Montagabend Ursache für Verkehrsbehinderungen im Zentrum Dresdens. Die Polizei hatte wie schon am vergangenen Montag einen Einsatz vorbereitet, um ein Aufeinandertreffen der Anhänger der beiden Lager zu verhindern.

Ab 18.30 Uhr demonstrierten in der Innenstadt etwa 800 Bürger gegen „Glaubenskriege auf deutschen Boden“. Ihr Zug bewegte sich vom Postplatz kommend die Wilsdruffer Straße hinunter in Richtung Pirnaischer Platz. Anschließend wurde in Richtung Rathaus weitergelaufen - dort fand eine Kundgebung statt. Beendet wurde die Demonstration des Bündnisses „Patriotische Europäer gegen Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) am Neumarkt.

Bereits ab 17 Uhr hatte die „Undogmatische Radikale Antifa Dresden“ demonstriert. Ihre Route führte vom Neustädter Markt zur Altmarktgalerie. Dort fand eine Kundgebung statt. Danach bewegte sich ein Teil der Antifa-Aktivisten in Richtung Postplatz, offenbar um dort in die Nähe der Pegida-Demonstration zu gelangen. Ein Zusammentreffen von Demonstranten beider Lager wurde von Polizeibeamten unterbunden.

Die linken Aktivisten wollten mit ihrer Veranstaltung darauf aufmerksam machen, dass Pegida versuche, unter dem Vorwand der aktuellen Debatte um die Terrororganisation „Islamischer Staat“ rassistisches und islamophobes Gedankengut auf die Straße zu tragen und gesellschaftsfähig zu machen. (szo/lex)