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Zwei gebrochene Rippen nach einer Rangelei

Wegen Körperverletzung stand ein Leisniger vor Gericht. Für die Tat muss er jetzt eine Geldstrafe in Höhe von 1 050 Euro zahlen.

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Von Helene Krause

Mit Rippenbrüchen endete der Streit zwischen einem 23-jährigen Mann aus Leisnig und seinem 24-jährigen Opfer, das ebenfalls in Leisnig wohnt. Wegen der Tat stand der 23-Jährige jetzt vorm Amtsgericht Döbeln. Vorgeworfen wird ihm Körperverletzung.

Am 18. Juni 2013, gegen 21.20 Uhr, soll der Angeklagte den Geschädigten auf dem Markt in Leisnig ohne Grund mindestens zweimal in die Rippen getreten haben. Das Opfer erlitt Brüche der fünften und sechsten rechten Rippe und eine Thoraxquetschung. Er musste ärztlich behandelt werden. Bei Wetterumschwung und bei der Arbeit in einem Gartenbaubetrieb hat er noch heute Schmerzen.

Zu der Tat kam es, als sich eine Gruppe junger Männer auf dem Markt in Leisnig traf. Sie wollten gemeinsam baden fahren. Weil der Geschädigte nicht mitfahren wollte, kam es zu einem Gerangel zwischen ihm und einem Zeugen. Im Laufe der Auseinandersetzung soll das Opfer mit einer Bierflasche nach dem Mann, der mit ihm rangelte, geschlagen haben. Im selben Moment soll der Angeklagte mit seinem Pkw erschienen sein. Die Flasche traf das Auto. Daraufhin stieg der Beschuldigte wutentbrannt aus dem Fahrzeug, warf den Geschädigten zu Boden und trat auf ihn ein. Das berichten Zeugen über die Tat. Auch der Angeklagte gibt zu, dass er wütend war, weil die Bierflasche sein Auto getroffen habe. Er will das Opfer aber nicht getreten haben. „Ich trete keinen, der am Boden liegt“, sagte er in der Verhandlung. „Das mache ich nicht.“ Nach seiner Aussage sind die Rippenbrüche durch die Rangelei mit dem Kumpel zustande gekommen.

Der Geschädigte sagt als Zeuge, dass er getrunken hatte. Die Bierflasche soll ihm aus der Hand geglitten sein. Das Auto habe er nicht getroffen. Doch ein Zeuge sah, dass der Beschuldigte den Geschädigten einmal getreten hat.

Richter René Stitterich und Staatsanwältin Angelika Rickert gingen davon aus, dass es möglich sein kann, dass der Geschädigte durch die Rangelei mit dem Kumpel schon vorgeschädigt war. Der Tritt hat dann die Rippenbrüche endgültig verursacht. Stitterich verurteilte den Angeklagten, der erst einmal vorbestraft ist, zu einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu 15 Euro. Das Urteil ist rechtskräftig.