merken

Zwei Männer fangen Riesenwels in der Elbe

1,50 Meter lang und21 Kilogramm schwer ist der Fisch, der in Radebeul anbiss. Kommt er zu Silvester in die Pfanne?

Von Marco Mach

Was für ein Brummer: Am Dienstag kämpften zwei junge Männer an der Ruder-Anlegestelle in Radebeul-Kötzschenbroda mit einem 1,50 Meter langen und 21 Kilogramm schweren Riesenwels und zogen ihn letztlich an Land.

Anzeige
Allzeit gut beraten
Allzeit gut beraten

Kompetente Unterstützung zu Gesundheit und den passenden Produkten findet man in Riesa in der Domos-Apotheke in der Elbgalerie sowie in der Galeria-Apotheke.

Wer die Angler waren, ist nicht bekannt, Sarah Lipski aus Radebeul hat jedoch ein Handyfoto gemacht. „Es war gegen 13.30 Uhr, als ich mit meinem Hund spazieren ging und an der Anlegestelle zufällig auf diese zwei Männer stieß“, erzählte sie der SZ. Der Wels sei schwer und glitschig gewesen. Die Angler würden öfters dort ihr Glück versuchen, sagte Lipski weiter. Die beiden hätten schon das ganze Jahr auf solch einen Megafang gehofft. Kurz vor Jahresende war es jetzt endlich so weit. Ob der Wels nun gleich zu Silvester oder Neujahr auf dem Teller landet, wusste die Fotografin nicht. Die zwei Männer wollten aber jedenfalls ihren Fang in die Pfanne hauen.

Winter ist keine Beißzeit

Die immer sauberer werdende Elbe gehört wieder zu den lukrativsten Angelgewässern Deutschlands. Dass ein Riesenwels darin gefangen wurde, ist für Gerd Friedrich, den Vorsitzenden des Anglervereins Meißner Petrijünger, deshalb mittlerweile keine Seltenheit mehr. Dass er aber im Winter angebissen hat, schon. Der Hochsommer sei eigentlich die beste Beißzeit, sagt Friedrich.

Nachrichten über Riesenfische aus der Elbe gibt es immer wieder. So konnte der Riesaer Manfred Weilert 2009 einen 104 Zentimeter langen und 14 Kilogramm schweren Graskarpfen bei Strehla aus dem Fluss ziehen. Steffen Mann aus Königstein musste sich im gleichen Jahr noch mehr anstrengen: Ein 1,58 Meter langer und 38 Kilogramm schwerer Wels ging ihm dort an den Haken.

1990 wurden Welse in der Elbe ausgesetzt, die sich mangels natürlicher Feinde stark vermehrten und den Weißfisch- und Aalbestand reduzierten. Seit 2009 besteht für den Fisch, dessen Fleisch sich hervorragend zum Braten eignet, keine Schonzeit mehr.

Dass es noch schwerere Exemplare gibt, bewies kürzlich der Brite Jake Lewis. Der 15-Jährige fing mit seinem Opa einen 95 Kilogramm schweren und drei Meter langen Wels im Urlaub in Spanien.