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Löbau

Zwei Millionen Euro für Gedenkstätte

Bund und Land fördern den Anstaltsfriedhof in Großschweidnitz, um an die Euthanasiemorde während der NS-Zeit zu erinnern.

Ein Gedenkstein erinnert an die Tausenden Opfer der "Euthanasie" in Großschweidnitz.
Ein Gedenkstein erinnert an die Tausenden Opfer der "Euthanasie" in Großschweidnitz. © Matthias Weber

Die Gemeinde Großschweidnitz erhält rund zwei Millionen Euro, um damit die Gedenkstätte zu Ehren der Euthanasieopfer während der nationalsozialistischen Zeit zu fördern. "Diese Gräueltaten dürfen nie vergessen werden", sagt Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch (SPD). Gleichzeitig sollen Besucher die Möglichkeit erhalten, sich mit dem Thema der systematischen Tötung von sogenanntem lebensunwertem Leben auseinanderzusetzen. 

Die ehemalige Heil- und Pflegeanstalt Großschweidnitz war in die Mordaktionen des nationalsozialistischen Regimes in vielfältiger Weise eingebunden. Während der sogenannten Aktion T4 diente sie als Zwischenanstalt für die Euthanasie-Anstalt Pirna Sonnenstein, - als Sammelort für Patienten, bevor diese in eine Tötungsanstalt kamen.

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Etwa 2.500 Frauen und Männer starben auf diese Art. Nachdem das Regime die "Aktion T4" aufgrund von Protesten der Bevölkerung und der Kirchen 1941 offiziell beendete, ließ es in der Phase der sogenannten dezentralen Euthanasie in der Anstalt Großschweidnitz über 5.000 meist in Sammeltransporten zugeführte Patienten durch Medikamente, Mangelernährung und Vernachlässigung gezielt töten. 

Der Landtag beschloss 2012, Großschweidnitz in das Verzeichnis der institutionell zu fördernden Gedenkstätten aufzunehmen. Seitdem arbeiten Förderverein und Gemeinde an der Umsetzung des Vorhabens. Die zwei Millionen Euro beinhalten 750.000 vom Bund, der damit die nationale Bedeutung des Themas und des Ortes bekräftigt. Die weiteren Mittel stellt der Freistaat aus dem Vermögen der Parteien- und Massenorganisationen der ehemaligen DDR zur Verfügung. (SZ)

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