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Zwei Schneemänner im Winterglück

Ein Tag Winter wie er früher einmal war und Großenhainer, die das Beste aus der weißen Pracht machten.

Ein Schneemann und seine Gefährtin waren am Montag der Hingucker auf der Beethovenallee, Ecke Meißner Straße in Großenhain.
Ein Schneemann und seine Gefährtin waren am Montag der Hingucker auf der Beethovenallee, Ecke Meißner Straße in Großenhain. © Kristin Richte

Großenhain. Sie sind unübersehbar. Autofahrer stoppen kurz, um sich die beiden Exemplare genauer anzuschauen. Radfahrer legen ihr Gefährt mal schnell auf die Seite und machen ein Bild.

 „Oh, das ist eine Superidee! Können Sie uns mal schnell mit dem Handy fotografieren“, rufen drei Berufsschülerinnen und stellen sich kichernd neben die Großenhainer Neuzugänge. Gewissermaßen von einem auf den anderen Tag sind sie in der Röderstadt eingezogen – und werden wohl so schnell auch wieder verschwunden sein.

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Allerdings: An diesem sonnigen Montag trotzen die Zwei den steigenden Plusgraden und schauen keineswegs schwitzend in die Gegend. Der prächtige Schneemann und seine optisch auch eindeutig zuzuordnende Frau sind der Hingucker auf der Beethovenallee, Ecke Meißner Straße.

Einer, den die Großenhainer und Gäste der Stadt den fleißigen Händen von Paul, Oskar und Eddi zu verdanken haben. Zunächst beim Schlittenfahren gewesen, hätten die Kinder am Sonntagnachmittag Lust zum Bau eines Schneemanns gehabt.

 Mit Eifer und viel Kraftaufwand, so Mama Saskia Quaas, wären zunächst die Kugeln entstanden. Sie letztlich als Körper zusammenzufügen, habe dann doch die Hilfe der Papas benötigt. Diese hätten schließlich auch dafür plädiert, dass der Schneemann doch nicht allein seinem winterlichen Dasein frönen müsse. Eine Gefährtin sollte ihm Gesellschaft leisten.

Gut anderthalb Stunden später standen die Figuren nicht nur schmuck verziert mit Hut und Möhrennase fertig da. „Plötzlich hatten sich auch ganz viele Nachbarn von der Klostergasse und Meißner Straße eingefunden“, verrät Saskia Quaas und lacht. Bei Glühwein und Kinderpunsch hätten alle im Schneetreiben viel Spaß gehabt.

Wirklich erstaunt sein müssen die Großenhainer im Übrigen ja nicht, wenn sie in diesem Bereich ihrer Stadt einen stattlichen Schneemann erblicken. Denn die Jungs, die sie erschaffen, haben nicht zum ersten Mal Kugeln gerollt. 

Im Bauen von Schneemännern sind Paul, Oskar und besonders Eddi sehr geübt. Bereits vor zwei Jahren sorgte der Junge für gehörig Aufmerksamkeit. Damals hatte der nunmehr Neunjährige gemeinsam mit seinem Papa einen wahren Koloss zum Leben erweckt. Gut zwei Stunden hatten sie mit viel Aufwand und schließlich völlig außer Puste geratend, Großenhains bis dato prominentesten Schneemann gebaut.

 Immerhin über ein Gardemaß von 2,50 Meter verfügend, musste Eddis Papa damals sogar extra ein Brett von Zuhause holen, damit der Bauch überhaupt auf die unterste Kugel gerollt werden konnte. Ganz so hoch sollte es nun nicht werden. Stattdessen entschieden sich die bauchigen Experten für ein Pärchen. Winterliches Glück, welches wenigstens ein paar kalte Tage währt.