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Zweimal Sommerkino in Bautzen

Schräg, tragisch, mysteriös – auf der Ortenburg und in der Gedenkstätte gibt es ab dieser Woche Filme unter freiem Himmel.

© Steffen Unger

Bautzen.Mit dem Thriller „Aus dem Nichts“ von Fatih Akin beginnen an diesem Dienstag die Bautzener Burgfilmächte. Vor dem Hintergrund der NSU-Morde erzählt der Regisseur die Geschichte einer Frau, die bei einem Bombenanschlag von Rechtsextremen ihre Familie verliert – und auf Vergeltung sinnt. Für die Hauptrolle erhielt Diane Kruger bei den Filmfestspielen von Cannes die Goldene Palme. – Die Bautzener Burgfilmnächte finden in diesem Jahr zum 13. Mal statt. Insgesamt fünf Kinoabende unterm Sternenhimmel sind geplant – immer dienstags in der Kulisse des Theatersommers auf der Ortenburg.

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Selten Gezeigtes in Bautzen

Gezeigt werden vor allem Filme, die sonst nicht oder selten in Bautzen zu sehen sind. So zum Beispiel am 26. Juni die russische Produktion „Mathilde“. Diese bietet opulentes Historienkino mit pompöser Ausstattung und prachtvollen Kulissen. Erzählt wird die wahre Lebensgeschichte von Matilda Felixowna Kschessinskaja. Die Primaballerina lebte von 1872 bis 1971 und wurde durch ihre spätere Heirat mit dem Großfürsten Andrei Wladimirowitsch Romanow zur Prinzessin. Andere Akzente setzt der Öko-Thriller „Die Spur“ am 3. Juli. Eine Reihe von Morden erschüttern ein kleines Dorf im Süden Polens. Scheinbar sind wilde Tieren die Täter. Eine Woche später erzählt die Bestselleradaption „The Circle“ vom Verschwinden der Privatsphäre im digitalen Zeitalter. Schlusspunkt der Burgfilmnächte am 17. Juli „Das Leben ist ein Fest“. Die Komödie dreht sich um die kleinen und aberwitzigen Dramen hinter den Kulissen einer Hochzeitsfeier.

Die Filme beginnen jeweils um 21.30 Uhr, bei Regen sind sie im Burgtheater zu sehen. Der Eintritt kostet sechs Euro.

Sommerkino auch in der Gedenkstätte

Sommerkino gibt es ab dieser Woche auch in der Gedenkstätte Bautzen. Zum Auftakt der Open-Air-Reihe ist am 21. Juni das Drama „Barbara“ zu sehen, in dem eine Ärztin in der DDR politisch und beruflich ausgegrenzt wird. In der Tragikomödie „Gran Paradiso“ (28. Juni) versucht ein Rollstuhlfahrer, mit einer Gruppe Strafgefangener einen Berg zu erklimmen. Am 5. Juli zeigt „Berlin 36“ die wahre Geschichte der Athletin Gretel Bergmann, die als Jüdin zunächst nicht an den Olympischen Spielen 1936 in Berlin teilnehmen darf. Der Dokumentarfilm „Wildes Herz“ (12. Juli) porträtiert die Band „Feine Sahne Fischfilet“. Die Filme beginnen jeweils um 21.30 Uhr. (SZ)

www.theater-bautzen.de

www.gedenkstaette-bautzen.de