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Bautzen

Zweimal „Zur Sache Bautzen“

Das Theater und die Sächsische Zeitung laden zu einer neuen Veranstaltungsreihe ein. An diesem Sonntag heißt es: Bautzen – ein Ort der Ausgrenzung?

Großer Andrang herrschte beim Bürgerforum Anfang Februar in der Maria-Martha-Kirche. Am 28. April heißt es im Theater „Zur Sache Bautzen“. © Archivfoto: SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Debatten anregen und Denkanstöße geben – das ist das Ziel einer neuen Veranstaltungsreihe. Unter dem Motto „Zur Sache Bautzen“ laden das Theater Bautzen und die Sächsische Zeitung in den kommenden Tagen zu zwei spannenden Gesprächsrunden ein. 

Zum Auftakt sind an diesem Sonntag der Soziologe Sebastian Kurtenbach und die Politikwissenschaftlerin Cathleen Bochmann im Theater zu Gast. Im Mittelpunkt stehen zwei Fragen, die viele Menschen in Bautzen bewegen. Zum einen: Was ist dran am schlechten, rechten Ruf der Stadt? Haben sich in Bautzen tatsächlich die Normen verschoben? Bestimmen Rassismus und eingefahrene Denkmuster den Alltag? Oder ist dies eine Karikatur, die vor allem die Medien zeichnen? Zum anderen: Wie kann trotz verhärteter Fronten ein Dialog gelingen? Sind Szenen wie beim Bürgerforum in der Maria-Martha-Kirche unvermeidbar? Und wenn nicht, wie lauten die Alternativen?

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Dr. Sebastian Kurtenbach hat mit seinem Team die Situation in Bautzen intensiv untersucht. Drei Monate lang waren vier Wissenschaftler vor Ort. Sie sprachen mit mehr als 100 Politikern, Flüchtlingen und Bürgern, werteten Sozialdaten und Hunderte Medienberichte aus.

Dr. Cathleen Bochmann lehrt und forscht seit 2009 an der Technischen Universität Dresden. Dort leitet sie unter anderem das Projekt „Krisen-Dialog-Zukunft“. Gemeinsam mit Partnern aus der Praxis suchen die Wissenschaftler nach neuen Formen des Gesprächs zwischen Politik und Bürgern. Denn sie sind überzeugt: Wird die Kommunikation gestört, leidet auf Dauer der gesellschaftliche Zusammenhalt.

Forum zur Kommunalwahl

Ihre Fortsetzung findet die Reihe am 15. Mai. Dann lautet die Frage „Wer hat das beste Rezept für Bautzens Zukunft?“. Die SZ und das Theater laden zum Forum vor der Kommunalwahl ein. 127 Frauen und Männer bewerben sich um einen der 30 Sitze im Stadtrat. Vertreter der Parteien und Wählervereinigungen stellen sich am 15. Mai den Fragen von Theater-Intendant Lutz Hillmann und SZ-Redaktionsleiter Ulli Schönbach. Und selbstverständlich können sich auch die Besucher mit ihren Themen an der Debatte beteiligen.

„Zur Sache Bautzen“, 28.4., 11 bis 12.30 Uhr, Theater Bautzen, der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Zur besseren Planung werden Eintrittskarten vergeben. Diese gibt es ab sofort an der Theaterkasse. Karten für das Wahlforum (ebenfalls frei) gibt es ab 30. April an der Theaterkasse.