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Bautzen

Zweite Etappe beim Straßenbau

Mit einem Jahr Verspätung wird derzeit der zweite Abschnitt der Oberkainaer Straße in Bautzen ausgebaut. Und in den bereits fertigen muss nun noch ein Kabel rein.

Auf der Oberkainaer Straße in Bautzen wird gebaut. © dpa/Sebastian Kahnert

Bautzen. Seit gut drei Wochen ist die Oberkainaer Straße wieder Baustelle. Die Stadt lässt in diesem Jahr den zweiten Abschnitt der Straße erneuern, die von der B 96 abzweigt und durch den alten Teil von Oberkaina führt. Betroffen sind nun etwa 640 Meter bis zum Ortsausgang.

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Der erste Abschnitt von der B 96 aus war bereits 2017 ausgebaut worden. Allerdings muss nun der Asphalt noch mal aufgeschnitten werden. Im Zuge des kreisweiten Breitbandausbaus verlegt die Telekom Glasfaserkabel. „Das war leider nicht kompatibel mit unserem Straßenbau“, erklärte Baubürgermeisterin Juliane Naumann jüngst auf dem Einwohnerforum für die südlichen Bautzener Stadtteile. Vor jeder Straßenbaumaßnahme, welche die Stadt plane, frage sie sämtliche Medienträger wie Telekommunikationsanbieter, Strom- und Wasserversorger ab, ob bei ihnen Bedarf bestehe, dort Leitungen auszutauschen oder neu zu verlegen. Im Falle der Oberkainaer Straße sei damals kein Bedarf angezeigt worden. Für die Verlegung des Glasfaserkabels sei aber nur ein relativ schmaler Graben nötig, sodass nicht die gesamte Fahrbahn aufgerissen werden muss. Im zweiten Bauabschnitt, der eigentlich schon für voriges Jahr geplant war, aber dann auf 2019 verschoben wurde, weil die Fördermittel erst spät bewilligt wurden, kommt das Kabel nun gleich mit rein.

Fragen beim Einwohnerforum

Warum nicht auch gleich das Stromkabel in die Erde gelegt wird, fragten Anlieger beim Einwohnerforum. „Wir haben ja noch die Freileitung.“ Könne die Stadt da nicht mal Druck machen? Man könne die Versorger nur anfragen, habe aber kein Druckmittel, so OB Alexander Ahrens (SPD). „Wir können die nicht zwingen.“ Auch nicht die städtischen Energie- und Wasserwerke (EWB), die in Bautzen fürs Stromnetz zuständig sind.

Bei den EWB sieht man keinen Bedarf, in der Oberkainaer Straße die Stromleitung in die Erde zu legen. „Die Leitung ist in Ordnung“, so EWB-Sprecherin Kerstin Juras. Es gebe daher keinen Grund, an der Freileitung etwas zu ändern. Das würde nur unnötig Kosten verursachen, die am Ende auf alle Stromkunden umgelegt werden müssten. An der Baumaßnahme in der Oberkainaer Straße seien die EWB trotzdem beteiligt, weil Masten versetzt werden müssen, um mehr Platz für die Straße zu schaffen.