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Dynamo

Magdeburg rückt näher ran an Dynamo

Die zweite Liga spielt verrückt: Oben wie unten wird es noch einmal spannend. Während St. Pauli seine Aufstiegschance wahrt, gibt es beim Hamburger SV mal wieder Zoff.

Maskenmann Christian Beck trifft für Magdeburg gegen Fürth. © Peter Steffen/dpa

Für Dynamo wird es noch einmal eng im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga. Nachdem die Dresdner am Freitagabend mit dem 0:1 in Ingolstadt im direkten Duell einen Konkurrenten stark gemacht haben, konnte am Samstag der 1. FC Magdeburg mit einem 3:2-Sieg gegen Greuther Fürth den Abstand verkürzen. Mit nun 30 Punkten liegt der FCM wieder auf Relegationsplatz 16, nur sechs Zähler hinter Dynamo. Ingolstadt auf dem ersten Abstiegsplatz hat sieben Punkte Rückstand.

Und auch  Aue hat nach fünf sieglosen Spielen ein deutliches Signal gesetzt. Dank des verwandelten Elfmeters vom eingewechselten Dimitri Nazarov in der Nachspielzeit hat der FC Erzgebirge am Sonntag  gegen den VfL Bochum mit 3:2 gewonnen und klettert auf Rang 13 mit sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz 16. Die „Veilchen“ haben dank der um zwei Treffer besseren Tordifferenz auch Dynamo überholt.

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Für Aue war der Heimsieg extrem wichtig, um Distanz zur gefährlichen Zone zu wahren. „Ich bin froh, dass es noch geklappt hat und so ausgegangen ist. Durchatmen können wir noch nicht“, sagte Philipp Zulechner, der die Erzgebirger bereits in der sechsten Minute in Führung gebracht hatte. Ex-Dynamo Pascal Testroet erhöhte auf 2:0, doch durch die Treffer von Lukas Hinterseer und Silvere Ganvoula glich Bochum aus.

Magdeburg ist in diesem Spiel einen Schritt voraus wie hier Marius Bülter (M.) im Zweikampf mit Fürths Nik Omladic.  © Peter Steffen/dpa
2. Bundesliga: Das Restprogramm im Kampf um den Klassenerhalt:

DYNAMO DRESDEN (13. Tabellenplatz/31 Spiele/36:43 Tore/36 Punkte)

(H) FC St. Pauli

(A) Holstein Kiel

(H) SC Paderborn

H = Heimspiel; A = Auswärtsspiel

2. Bundesliga: Das Restprogramm im Kampf um den Klassenerhalt:

SV SANDHAUSEN (14./31/49:45/34)

(A) 1. FC Heidenheim

(H) Arminia Bielefeld

(A) Jahn Regensburg

2. Bundesliga: Das Restprogramm im Kampf um den Klassenerhalt:

ERZGEBIRGE AUE (15./30/36:42/33)

(H) VfL Bochum

(A) Jahn Regensburg

(H) Greuther Fürth

(A) Darmstadt 98

2. Bundesliga: Das Restprogramm im Kampf um den Klassenerhalt:

1. FC MAGDEBURG (16./31/32:45/30)

(A) VfL Bochum

(A) Union Berlin

(H) 1. FC Köln

2. Bundesliga: Das Restprogramm im Kampf um den Klassenerhalt:

FC INGOLSTADT 04 (17./31/35:51/29)

(A) Hamburger SV

(H) Darmstadt 98

(A) 1. FC Heidenheim

2. Bundesliga: Das Restprogramm im Kampf um den Klassenerhalt:

MSV Duisburg (18./30/32:56/24)

(H) Arminia Bielefeld

(A) Holstein Kiel

(H) 1. FC Heidenheim

(A) Hamburger SV

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Holtby will nicht mit - und fliegt raus

Aue warf alles nach vorn – und wurde in der Nachspielzeit belohnt. Nachdem Tim Hoogland den durchgebrochenen Iyoha im Strafraum zu Boden gerissen hatte, zeigte Schiedsrichter Benedikt Kempkes auf den Elfmeterpunkt. Der eingewechselte Nazarov verwandelte nervenstark zum 3:2-Sieg. „Ich habe mir bislang hier jeden Elfmeter genommen, wenn ich auf dem Platz stehe, dann nehme ich mir auch den Ball, weil ich mich sicher fühle“, sagte der Siegtorschütze. „Wenn wir alles zusammenstehen, gerade in Aue, werden wir alle Spiele gewinnen, egal welcher Gegner.“

Tatsächlich ist und bleibt diese zweite Liga unberechenbar, wie auch die SZ-Prognose zeigt. Vor drei Wochen schien Ingolstadt mit nur 22 Zählern ein sicherer Absteiger zu sein, doch mit sieben Punkte aus den vergangenen drei Spielen schöpfen die „Schanzer“ wieder Hoffnung. Ähnlich überraschend geht es an der Tabellenspitze zu, wo sich der Wind im Aufstiegsrennen in zwei direkten Duellen gedreht hat. Dem Hamburger SV droht plötzlich ein böses Ende, der SC Paderborn schreibt dagegen durch das 3:1 gegen Heidenheim weiter fleißig an einem möglichen Aufstiegsmärchen. Der HSV rutschte durch das 0:2 bei Union hinter die punktgleichen Berliner auf Rang vier ab. Sportvorstand Ralf Becker stärkte Chefcoach Hannes Wolf danach den Rücken: „Das Problem ist bei uns nicht der Trainer, sondern wir haben ein Problem in der Struktur. Man braucht echte Typen, davon haben wir zu wenige.“

Für einen Eklat sorgte Ex-Nationalspieler Lewis Holtby, der auf eigenen Wunsch nicht zum Aufgebot gehörte. Der unfassbare Grund: Er sollte nicht von Anfang an spielen. „Kurze Zeit später wusste er zwar, dass das ein Fehler ist, aber dann bekommt man das nicht mehr gedreht“, sagte Wolf. Holtby, dessen Vertrag ausläuft, soll nicht mehr für den HSV auflaufen. (dpa, sid, SZ)