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Döbeln

Zweiter Anlauf für Roßweins Birkenhof

Der erste, schon bestätigte Bauantrag für das neue Objekt wurde für ungültig erklärt. Jetzt gibt es ein neues Konzept für ein ganz spezielles Eigenheim.

Die alten Gebäude des Birkenhofes mussten abgerissen werden. Sie waren marode und nicht mehr zu retten.
Die alten Gebäude des Birkenhofes mussten abgerissen werden. Sie waren marode und nicht mehr zu retten. © Dietmar Thomas

Roßwein. Von dem einstigen Birkenhof in Haßlau ist nicht mehr viel geblieben. Am 24. Dezember 2018 war das Torhaus des Vierseitenhofes eingestürzt. Auch alle anderen Gebäude waren so marode, dass sie inzwischen abgerissen worden sind.

Seit geraumer Zeit gibt es aber wieder Hoffnung für das Areal. Die neuen Eigentümer, die aus dem Erzgebirge kommen sollen, wollen das Grundstück wieder bebauen. Bereits im Januar hatte der Technische Ausschuss der Stadt Roßwein einen entsprechenden Antrag behandelt und positiv beschieden.

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Dieser Antrag ist allerdings inzwischen für ungültig erklärt worden, weil sich die Anordnung der Gebäude auf dem Grundstück geändert hat. Somit haben sich die Stadträte jetzt erneut mit dem Birkenhof beschäftigt. Auf dem früheren Vierseitenhof soll demnach wieder ein Ensemble aus vier Einzelgebäuden gebaut werden. „Diese werden miteinander verbunden, sodass ein Anblick entsteht, der dem alten Hof ähnelt“, erklärt Roßweins Bauamtsleiter Dirk Mehler.

Die Gebäude werden maximal 5,80 Meter hoch sein und die Außenfassade eine sogenannte Lärchenstülpschalung haben. In Richtung Straße werde eine Gabionenverbauung errichtet, „sodass der Eindruck eines alten Hofes entstehen soll“, so Mehler. Dieses Vorhaben befürworteten die Stadträte einstimmig.

Vor rund zwei Jahren hat sich in Roßwein noch niemand vorstellen können, dass es für den Birkenhof jemals einen Interessenten geben könnte. Mitarbeiter der Stadtverwaltung um Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) waren bei der Ortsteilbegehung von Haßlau auf dem hinter großen, alten Bäumen versteckten Birkenhof gestoßen. Dort bot sich ihnen ein gruseliges Bild.

Nicht nur, weil ein Tierschädel auf einem Pfahl am Seiteneingang steckte. Der gesamte Hof war über und über mit Unkraut überwuchert. Tore zu den Stallungen standen offen und gaben den Blick auf alte Landmaschinen und Futtervorräte frei. Denkmalschützer des Landratsamtes Mittelsachsen stellten fest, dass die oberen Etagen von zwei Gebäuden nicht mehr betreten werden durften. Den Bauzustand bezeichneten sie damals als verheerend. Aber jetzt hat der Birkenhof wieder eine Perspektive.

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