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Zweitgrößter Autobauer ohne Saft

Fließbänder stoppten, eine halbe Stadt war ohne Strom – auch die VW-Onlinewelt brach zusammen.

Wolfsburg. Ein Stromausfall hat Volkswagen zugesetzt. Der Aussetzer im VW-Kraftwerk zeigt, wie sehr Unternehmensstrukturen an der Energieversorgung hängen.

Was ist überhaupt passiert?

Gegen 9.00 Uhr am Sonnabend versagte das VW-Kraftwerk in Wolfsburg den Dienst. Die Generatoren beliefern nicht nur die Autofabrik, sondern auch Privathaushalte. Selbst im Stadion des Werksclubs VfL Wolfsburg fiel der Strom aus.

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Was war die Ursache für den Blackout?

Corpus Delicti war ein Schalter, der das öffentliche vom Werksnetz trennt, erklärte ein VW-Sprecher. Nach der „Schutzauslösung der Längskupplung“ seien vier Generatoren ausgefallen. Warum der Sicherheitsmechanismus auslöste, sei unklar.

Welche Folgen ergaben sich?

In der Fabrik stoppten die Bänder, 50 000 Haushalte waren ohne Strom. Internetauftritte und E-Mail-Zugänge des weltweit zweitgrößten Autobauers waren stundenlang nicht erreichbar. Die Bundesligapartie zwischen dem VfL und Bayern München drohte auszufallen, fand aber statt.

Was bedeutet das Vorkommnis für VW?

Die Produktion stand, die Mitarbeiter wurden nach Hause geschickt. In der Produktionsplanung fehlen über 100 VW-Golf.

Warum ist ein Stromausfall so heikel?

Autobau ist eine Choreografie. Tanzt ein Teil aus der Reihe, leidet alles. So setzen Roboter Klebestreifen entlang der Karosserie, die aufzusetzenden Teile müssen sofort kommen. Wenn Robotern beim Lackieren der Strom ausgeht, sind die Folgen fatal. Eine nur halb lackierte Karosse ist Ausschuss.

Welchen Schaden hat der Konzern?

Es war eine Sonderschicht für Auftragsspitzen. Gestern war genügend Zeit zur Wartung. VW war „guter Hoffnung, dass am Montag alles reibungslos anläuft“. (dpa)