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Zwischen den Extremen

Die Eislöwen rufen vor vollem Haus eine Topleistung gegen die Eispiraten Crimmitschau ab und empfangen jetzt das Schlusslicht.

© Jürgen Lösel

Von Maik Schwert

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Erstes DEL2-Punktspielwochenende 

Die Dresdner Eislöwen starten nach der Länderspielpause am Wochenende wieder in den DEL2-Punktspielbetrieb. Am Freitag, 15. November reisen die Dresdner Eislöwen zum Derby nach Crimmitschau.

So ein Sachsenderby wie das am Sonntagabend in Dresden gegen die Eispiraten aus Crimmitschau ist ganz nach dem Geschmack von Eislöwen-Geschäftsführer Volker Schnabel – nicht nur wegen des 6:3-Erfolges der Gastgeber. Er freut sich auch über die vielen Besucher. „Ich bin immer unzufrieden, wenn die Arena nicht ausverkauft ist“, betont der Herr über die Zahlen beim Klub aus der Deutschen Eishockey-Liga 2. Da kam die volle Halle seinem Ideal schon recht nah.

4 167 Fans liegen deutlich über dem bisherigen Durchschnitt von 2 687 Gästen pro Heimduell in dieser Saison. Damit belegt der Verein in der Zuschauerstatistik der DEL 2 derzeit den vierten Platz. „Beim Umsatz liegen wir sogar auf der dritten Position“, sagt der Geschäftsführer, und er ergänzt: „Wir konnten unsere Nettoeinnahmen zum vierten Mal hintereinander erhöhen, weil wir mehr Eintrittskarten für Sitz- als Stehplätze verkaufen. Nur mit diesem Geld können wir arbeiten.“

Rang drei oder vier gefiele ihm auch sportlich besser als der siebente Tabellenplatz, der den Umweg über die Pre-Play-offs bedeuten würde. „Wir sind dreimal in Folge in die Play-offs eingezogen und haben dabei einmal das Halbfinale erreicht“, sagt Schnabel. „Da bleibt die erneute Play-off-Teilnahme natürlich unser Ziel.“ Sie lohnt sich auch finanziell. „Die zusätzlichen Einnahmen helfen uns weiter. Außerdem haben wir für diesen Fall Boni mit Spielern und Sponsoren vereinbart.“

Doch Schnabel kümmert sich bei den Eislöwen um die Euros. Die Punkte muss Cheftrainer Franz Steer mit seinem Team holen. Die Dresdner empfangen am Dienstag ab 19.30 Uhr das Schlusslicht. „Ungeachtet der Tabellensituation dürfen wir Bad Tölz als Mannschaft nicht unterschätzen“, warnt der Coach, und er ergänzt: „Das Team präsentiert sich immer aggressiv und laufstark.“ Steer geht von einem Gegner mit vier Reihen aus und muss seinerseits auf den Einsatz von Verteidiger Petr Macholda, Angreifer Dominik Grafenthin und Torhüter Marco Eisenhut verzichten. Doch da weiß Steer spätestens seit dem Sachsenderby, dass er sich neben Henning Schroth auch auf Sebastian Stefaniszin verlassen kann. Außerdem hat Stürmer Steven Rupprich gerade das, was man einen Lauf nennt, und auch Martin Davidek ist einsatzfähig. Der Angreifer hat sich nach dem Check am Sonntagabend vom Mannschaftsarzt untersuchen lassen und dessen Okay bekommen.

Für Schnabel steht fest, dass die Eislöwen bei der nächsten Heimpartie vor weniger Besuchern auflaufen als gegen die Eispiraten aus Crimmitschau: „Der Dienstagabend gegen die Löwen aus Bad Tölz sieht anders aus.“ Wochenspieltage seien fanmäßig generell schwierige Termine. Dennoch erwartet Steer von seinen Schützlingen, dass sie erneut eine Topleistung abrufen – auch vor nicht so vollem Haus.

Den Montag zwischen den beiden Zuschauerextremen nutzt der Verein zum Verkaufsstart der Dauertickets für die nächste Saison. Er macht das zum ersten Mal noch während der laufenden Serie. „Um dem Zeitdruck aus dem Weg zu gehen, haben wir uns entschieden, unser neues Angebot schon während der Spielzeit anzubieten“, sagt Schnabel. Außerdem kann er bereits mit dem Geld arbeiten.