merken
Politik

Zwischenfall an der koreanischen Grenze

Süd- und Nordkorea trafen vor zwei Jahren wichtige Maßnahmen zur militärischen Entspannung. Jetzt gibt ein Schusswechsel an der Grenze Anlass zur Sorge.

Eine nordkoreanische Flagge weht im Wind an einem militärischen Wachposten an der Grenze zu Südkorea.
Eine nordkoreanische Flagge weht im Wind an einem militärischen Wachposten an der Grenze zu Südkorea. © Ahn Young-Joon/AP/dpa

An der schwer bewachten Grenze zwischen Süd- und Nordkorea ist es nach südkoreanischen Angaben zu einem Schusswechsel zwischen Soldaten beider Länder gekommen. Nordkoreanische Soldaten hätten Schüsse auf einen südkoreanischen Grenzkontrollposten innerhalb der vier Kilometer breiten militärischen Pufferzone abgegeben, teilte der Generalstab in Südkorea am Sonntag mit. Südkoreanische Soldaten hätten das Feuer erwidert, nachdem sie Warnungen ausgesendet hätten. Es lägen auf südkoreanischer Seite keine Informationen über Opfer oder sonstige Schäden vor. Ob es auf nordkoreanischem Boden Verletzte gab, war zunächst unklar.

Über die innerkoreanischen Kommunikationskanäle solle versucht werden, sich ein genaueres Bild von der Situation zu verschaffen und weitere Zwischenfälle zu vermeiden, hieß es. Südkoreas Militär sei unterdessen in der nötigen Bereitschaftsstellung.

ECHT.SCHÖN.HIER
Sachsen entdecken und erleben
Sachsen entdecken und erleben

Lernen Sie unbekannte Orte der Region kennen - wir geben Ihnen Insidertipps um die Heimat neu zu erkunden und lieben zu lernen.

Soldaten der südkoreanischen Armee patrouillieren entlang eines Stacheldrahtzauns an der koreanischen Grenze.
Soldaten der südkoreanischen Armee patrouillieren entlang eines Stacheldrahtzauns an der koreanischen Grenze. © Ahn Young-Joon/AP/dpa

Der Zwischenfall im mittleren Abschnitt der demilitarisierten Zone (DMZ) bei Cheorwon ereignete sich einen Tag, nachdem Nordkoreas Staatsmedien von einem ersten öffentlichen Auftritt des Machthabers Kim Jong Un seit längerer Zeit berichtet hatten. Eine knapp drei Wochen lange Abwesenheit Kims hatte Spekulationen über seinen Gesundheitszustand und Fragen über die Lage in dem abgeschotteten Land ausgelöst.

Weiterführende Artikel

Kim Jong Un ist wieder aufgetaucht

Kim Jong Un ist wieder aufgetaucht

Die Abwesenheit von Nordkoreas Machthaber hatte Spekulationen über seine Gesundheit ausgelöst. Jetzt zeigt sich Kim Jong Un plötzlich wieder.

Rätsel über Verbleib Kim Jong Uns

Rätsel über Verbleib Kim Jong Uns

Seit Tagen erscheint Nordkoreas Machthaber nicht mehr in der Öffentlichkeit. Nun gibt es neue Hinweise über seinen Verbleib.

Ist Kim Jong Un schwer erkrankt?

Ist Kim Jong Un schwer erkrankt?

Über den Gesundheitszustand des nordkoreanischen Machthabers gibt es Spekulationen. Er befinde sich "ernsthafter Gefahr" heißt es in Medienberichten.

Kim Jong Un lässt wieder feuern

Kim Jong Un lässt wieder feuern

Südkorea meldet Raketentests im Norden Nordkoreas. Die Regierung in Pjöngjang weist jede Kritik an ihren Schießübungen als „absurd“ zurück.

An der See- und Landesgrenze zwischen den beiden Ländern ist es seit dem Korea-Krieg (1950-53) in der Vergangenheit häufig zu Zwischenfällen gekommen. Doch hatten sich Süd- und Nordkorea vor zwei Jahren auf neue Maßnahmen zur militärischen Entspannung geeinigt. Als Teil der Abmachungen hatten sie im Grenzgebiet mehrere Grenzkontrollposten aufgelöst.

Die benachbarten Länder befinden sich völkerrechtlich noch immer im Kriegszustand. Die DMZ trennt die beiden Länder seit ihrem Bruderkrieg auf vier Kilometern Breite und etwa 250 Kilometern Länge. (dpa)

Mehr zum Thema Politik