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Zwischenfall bei Asyl-Demo

Am Rande von Kundgebungen zum Thema Asyl kam es in Bad Schandau zu einem Zwischenfall, bei dem ein Stadtrat aus der CDU-Fraktion festgenommen wurde. Er hatte einen Polizeibeamten angefahren.

© Screenshot Youtube

Bad Schandau. Am Rande zweier Kundgebungen zum Thema Asyl kam es am Donnerstagabend in Bad Schandau zu einem Zwischenfall, bei dem Stadtrat Steffen Kunze zeitweilig festgenommen wurde.

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Polizisten zerrten ihn aus seinem Auto, als er seinen VW Golf direkt neben den Kundgebungsteilnehmern startete und sich das Auto in Richtung eines Absperrbandes vorwärtsbewegte. Vor dem Auto hatte sich ein Polizist positioniert, der von Kunzes Wagen angefahren wurde. Da griffen die Beamten ein (Link zum Youtube-Video). Die Polizei ermittelt jetzt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

Der parteilose Kunze gehört zur CDU-Stadtratsfraktion und kandidierte auch auf deren Liste. Das Auto hatte er eigenen Angaben zufolge im Tagesverlauf bewusst auf die Fläche der vom DBG angemeldeten Demonstration „Für eine solidarische und menschliche Flüchtlingspolitik im Landkreis“ gestellt, um diese zu behindern.

Zuvor hatte er mit einem Dutzend weiterer Bad Schandauer verhindert, dass die Beleuchtung des historischen Personenaufzugs, dem Wahrzeichen der Stadt, ausgeschaltet wird. Das sollte als stiller Protest gegen eine - von einem vorbestraften Rechtsextremisten angemeldete - Kundgebung erfolgen. Die Gruppe verstellte jedoch den Weg zum Technikraum.

Zeitgleich versammelten sich etwa 120 Bürger zum Friedensgebet in der St.-Johannis-Kirche am Bad Schandauer Marktplatz. (SZ/gk)