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Sachsen

Zwölf neue Grippetote in nur einer Woche

In Sachsen verläuft die Erkrankung schwerer als im letzten Jahr. Mehr als jeder zehnte der mehr als 12.000 Erkrankten musste ins Krankenhaus.

Eine Mitarbeiterin pipettiert in einem Labor Proben mit Verdacht auf Influenza-Viren.
Eine Mitarbeiterin pipettiert in einem Labor Proben mit Verdacht auf Influenza-Viren. © Marijan Murat/dpa (Symbolfoto)

Dresden. Während viele derzeit im Coronavirus die größte Bedrohung sehen, sterben immer mehr Menschen an der Virusgrippe. In Sachsen sind in der Woche vom 17. Bis 23. Februar zwölf neue Todesfälle gemeldet worden, wie das Sächsische Sozialministerium informiert. Die Betroffenen kamen aus dem Erzgebirge, dem Vogtland, aus Dresden sowie aus den Landkreisen Zwickau, Görlitz und Sächsische Schweiz. Die Vogtländerin war erst 50 Jahre alt, die anderen Opfer zwischen 70 und 94. Seit Saisonbeginn sind es 25 – sieben mehr als im letzten Jahr um diese Zeit. Bis auf drei Personen seien alle nicht geimpft gewesen oder ihr Impfstatus konnte nicht ermittelt werden. Die Zahl der Erkrankten ist in der letzten Woche um 1.937 angestiegen, auf 12.172 seit Saisonbeginn im Oktober. Bei mehr als jedem zehnten Betroffenen verlief die Erkrankung so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Bundesweit sind seit Oktober fast 100.000 Grippekranke gemeldet wurden, knapp 18.000 allein in der letzten Woche. 161 Menschen sind bis jetzt an Influenza gestorben.

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Um eine Weiterverbreitung der Grippe zu unterbinden, gelten die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie bei Corona, informiert das Robert-Koch-Institut. Demnach sollte man mit Grippesymptomen nicht gleich zum Arzt gehen, sondern sich zunächst telefonisch dort melden und Rat zur weiteren Behandlung zu holen. Wer Erkältungssymptome hat, bleibt besser zu Hause oder hält mindestens einen Meter Abstand zu anderen Personen. Genießt und gehustet wird in die Armbeuge, nicht in die Handfläche. Trotzdem ist regelmäßiges und gründliches Händewaschen wichtig. (SZ)