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Löbau

Zwölfer räumen Preis ab

Eine Klasse des Beruflichen Schulzentrums in Löbau hat beim Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten mit einem Radio-Beitrag gepunktet.

Die Zwölfer des Löbauer Berufsschulzentrums haben sich durchgesetzt.
Die Zwölfer des Löbauer Berufsschulzentrums haben sich durchgesetzt. © Foto: Renger-Pelz

Selbst erlebt hat diese Zeit keiner: 1989 und die friedliche Revolution. Und dennoch haben 13 Zwölfklässler, die am Beruflichen Schulzentrum in Löbau ihr Abitur machen, dieses Thema preiswürdig in einen Radio-Beitrag verwandelt. Beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten sind sie auf Landesebene in Leipzig nun mit einem von zwölf Förderpreisen geehrt worden.

Geschichtslehrerin Christina Renger-Pelz ist sehr zufrieden mit ihrer Klasse, die sich mit dem Wettbewerb nahezu ausschließlich in ihrer Freizeit befasst haben. "Ich habe außerdem gar nicht gewusst, was meine Schüler so alles können", sagt sie mit Respekt und Stolz vor allem beim Blick auf Technik und Themensetzung: Unter dem großen Motto "Wo sind all die Ideale hin?" haben sich die Schüler mit den Auswirkungen der Friedlichen Revolution in der südlichen Oberlausitz befasst. In fünf Interviews mit Männern und Frauen, die damals mit dabei waren - von Thomas Pilz über Andreas Schönfelder, Heinz Eggert, Peter Dierich bis zur Frau von Pfarrer Lothar Alisch - Heidrun Alisch - haben die Schüler danach geforscht, warum sich die Menschen damals engagiert haben und was davon heute noch übrig geblieben ist. Ein Fazit lautete am Ende, dass die Oberlausitz nach wie vor lebenswert ist, derzeit aber in der großen Politik die Veränderungen anstehen.

Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint
Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint

Für Hautbedürfnisse gilt dasselbe wie für Beziehungen oder Arbeitssituationen: Die richtige Balance sorgt für langfristiges Wohlbefinden. Charlotte Meentzen hat schon damals verstanden, dass schöne Haut am erfolgreichsten zusammen mit dem Geist gepflegt wird.

Eingereicht hatten die Schüler einen Radiobeitrag und eine schriftliche Ausarbeitung, die sie vor allem in den Ferien und nach dem Unterricht angefertigt hatten. "Wir haben da weniger Möglichkeiten als beispielsweise Gymnasien", erklärt Frau Renger-Pelz. Insgesamt hatten 91 Schulen Beiträge bei der Körber-Stiftung eingereicht, davon sind zwölf ausgezeichnet worden, zwölf weitere erhielten Förderpreise von je 100 Euro. Unter den Preisträgern waren die Löbauer die einzigen Teilnehmer eines Berufsschulzentrums. "Das macht auf alle Fälle Mut, sich wieder einmal zu bewerben", sagt Geschichtslehrerin Renger-Pelz.

Ein Erfolg bei diesem Wettbewerb ist vor zwei Jahren auch der Löbauer Pestalozzi-Oberschule gelungen. Damals hatten fünf Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 9 einen dritten Platz und 500 Euro erzielt. Die Schüler bestachen mit ihrer Arbeit zum Thema "Religion macht Geschichte - Religion Macht Geschichte".

Seit 1973 richtet die Körber-Stiftung den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten aus. Ausgeschrieben wird der mit bislang über 146.500 Teilnehmern und rund 33.500 Projekten größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland in einem zweijährigen Turnus und zu wechselnden Themen.

www.geschichtswettbewerb.de

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