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13. Februar: Antifa und AfD auf dem Altmarkt

Während die offiziellen Gedenkfeiern zwischen Neumarkt und der Neustadt friedlich verliefen, spitzte sich am späteren Abend die Lage auf dem Altmarkt zu.  

Block-Bildung auf dem Altmarkt. © Sven Ellger

Als sich in der Innenstadt rund 11.500 Menschen die Hände reichten, versammelte das Bündnis von „Dresden Nazifrei“ und „Hope - fight racism“ seine Anhänger auf dem Altmarkt. Dort demonstrieren rund 100 Gegner der später stattfindenden Demo der AfD sowie deren Nachwuchs-Organisation.  

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© Sven Ellger

Plötzlich und unerwartet erschien André Poggenburg auf dem Altmarkt. Zumindest in der Trauer wieder mit seinen ehemaligen Parteifreunden von der AfD vereint, überraschte der Chef des neu gegründeten „Aufbruchs deutscher Patrioten“ mit seinem Auftritt. 

© Sven Ellger

Kaum auf dem Platz, suchte er die akustische Konfrontation: Begleitet von seiner Entourage und flankiert von der Polizei kam er den Gegendemonstranten so nahe, wie es die Beamten erlaubten. Die Demonstranten quittierten den Besuch mit Sprechchören wie „Nationalismus raus aus den Köpfen“. Nach der Stippvisite zogen sich Poggenburg und seine Leute wieder zurück. 

Daraufhin machten sich ein paar der Gegendemonstranten auf den Weg zur Gedenkstätte. Die Absicht aber vereitelte die Polizei: Wie sächsische.de-Reporter sahen, umzingelten die Beamten die Gruppe und beendeten so anfangs den Protest. 

© Andreas Weller

Zwischenzeitlich hatten die AfDler ihre mitgebrachten Kränze an dem Mahnmal platziert und alle Schleifen drapiert. Dann packten sie die Mikros aus und warteten auf ihren Trauer-Redner. Die Aufgabe übernahm Maximilian Krah.

© Christoph Springer

Während rund 100 Sympathisanten seinen Worten zuhörten, machte sich ein Schar von Gegendemonstranten auf den Weg zu ihm und grölte mit Sprechchören gegen die Rede an. Die angestrebte räumliche Nähe zur AfD wollte die Polizei unterbinden und erklärte kurzerhand die Gegendemonstration für beendet und löste sie auf. 

© Sven Ellger

Als sich die Gegendemonstranten von der Ansage wenig beeindruckt zeigten, wiederholte die Polizei ihren Appell und drohte gleichzeitig mit dem Verteilen von Bußgeldern. Weil das auch nicht wirkte, führte die Polizei erste Personen ab.

© Sven Ellger

Wie die Reporter von sächsische.de erfuhren, handelt es sich bei den Widerständlern um ein Gruppe von knapp 40 Protestierenden, die laut Polizei für ihre Aktion weder einen separaten Versammlungsleiter benennen wollte, noch gewillt war, verlangte 50 Meter zu weichen. Deswegen die Bußgelder in Kombination mit dem manuellen Abtransport.      

Abseits von dem Kräftemessen erklärte die AfD ihre Gedenkveranstaltung für beendet, erhielt aber die Erlaubnis, sich noch weiter auf dem Platz aufzuhalten. So dauerte es auf dem Altmarkt noch eine Weile, bis am Ende alle Beteiligten ihre getrennten Wege gingen in die Nacht. Insgesamt waren am 13. Februar 800 Polizeibeamte im Einsatz. (SZ)

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