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1 500 E-Autos täglich aus Zwickau

Die Produktion von Golf und Passat lief 2017 bei VW Sachsen gut. Doch der Umbau beginnt.

© dpa

Dresden. Der Vorstand der Marke VW glaubt an den Durchbruch der Elektromobilität. Das zeigen die Planzahlen für die Produktion von E-Autos. Ende 2020, wenn das Werk in Zwickau zum reinen E-Mobilitätsstandort umgebaut ist, sollen dort bis zu 1 500 Elektrofahrzeuge pro Tag für die Marken VW, Seat und Audi produziert werden. Das teilte die Volkswagen (VW) Sachsen GmbH am Freitag mit. Schon zum Jahreswechsel wurden einzelne Anlagen auf die Fertigung der neuen elektrischen Modellfamilie I.D. in Zwickau vorbereitet. Der erste I.D. wird Ende 2019 gefertigt werden.

Bis es so weit ist, werden in Zwickau aber nach wie vor Autos mit Verbrennungsmotor gebaut. Dort liefen im vergangenen Jahr mit 290 000 Golf, Golf Variant und Passat Variant sogar drei Prozent mehr als im Jahr zuvor vom Band. Für dieses Jahr ist ein ähnliches Fahrzeugvolumen geplant. Außerdem wurden mit 9 937 Karosserien für die Luxusklasse der Marken Bentley und Lamborghini wieder deutlich mehr Karosserien gefertigt als ein Jahr zuvor. Die Fertigung für Bentley ist damit ausgelaufen.

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Insgesamt konnten alle drei Standorte ihre Produktion steigern, zog VW Sachsen Bilanz für 2017. Im Motorenwerk Chemnitz wurden 792 000 Motoren hergestellt, ebenfalls drei Prozent mehr. In der Gläsernen Manufaktur Dresden wurden bis zum Jahresende etwa 5 350 E-Golf gebaut. Im laufenden Jahr soll dies deutlich mehr werden, wenn ab April wegen der hohen Nachfrage und zur Beschäftigungssicherung eine zweite Schicht eingeführt wird. Auch die Erlebniswelt erfreute sich eines regen Besucherstroms. Die Gästezahl stieg um 18 000 auf 103 000 Besucher aus 85 Ländern. Die Gläserne Manufaktur wird weiter zu einem Zentrum für die Mobilität der Zukunft entwickelt. Nach dem Start des Startup-Inkubator für junge Gründerteams wird in diesem Jahr ein neuer Future Mobility Campus, eine Art Weiterbildungsakademie zu Mobilitätsthemen, für Mitarbeiter, Händler und Schulklassen eingerichtet werden. Auch ist ein Testfeld zur weiteren Automatisierung der Montage vorgesehen. Die Mitarbeiterzahl (ohne Auszubildende) lag Ende 2017 bei rund 9 850 – leicht unter dem Vorjahr. In der Gläsernen Manufaktur werden 380 Mitarbeiter gezählt. (SZ/nm)