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173 Professorenstellen an Sachsens Hochschulen unbesetzt

Dresden - An Sachsens Universitäten, Hoch- und Fachhochschulen waren zu Beginn des Wintersemesters 2008/09 noch 173 von 2231 Professorenstellen unbesetzt. „In vielen Fällen liefen jedoch bereits Berufungsverfahren“, teilte das Wissenschaftsministerium am Mittwoch in Dresden mit.

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Dresden - An Sachsens Universitäten, Hoch- und Fachhochschulen waren zu Beginn des Wintersemesters 2008/09 noch 173 von 2231 Professorenstellen unbesetzt. „In vielen Fällen liefen jedoch bereits Berufungsverfahren“, teilte das Wissenschaftsministerium am Mittwoch in Dresden mit. Zuvor hatte die FDP-Landtagsfraktion unter Berufung auf die Antwort des Ministeriums zu einer Kleinen Anfrage kritisiert, dass die Zahl offener Professuren im Vergleich zum Vorjahr erheblich gestiegen sei. Sie beklagte in einer Mitteilung eine Verschärfung der Lehrsituation.

Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) verwies dagegen darauf, dass 2008 bisher mehr als 100 Professuren neu besetzt wurden und der Lehrbetrieb durch Vertretungen oder Lehrverträge gesichert sei. Für durch Versetzung in den Ruhestand oder Hochschulwechsel freiwerdenden Stellen müssten durch gründliche Verfahren Neuberufungen durchgeführt werden. „Ein solches Verfahren kann aber unter Umständen drei oder vier Semester dauern, abhängig davon, wann und ob die angefragten Hochschullehrer zusagen.“

Ziel sei es, die am besten qualifizierten Wissenschaftler für Sachsen zu gewinnen, selbst wenn das Verfahren dann länger dauere, so Stange. In einigen Fällen sei der Wissenschaftlerarbeitsmarkt sehr dünn, weswegen sich Berufungen verzögern könnten. Die Ministerin verwies darauf, dass das Verfahren mit dem Inkrafttreten des neuen Hochschulgesetzes am 1. Januar 2009 beschleunigt werde. Dann könnten Professoren von der Hochschule selbst berufen werden und Rektoren Fristen für das Verfahren setzen, um freie Stellen möglichst zügig neu zu besetzen. (dpa)