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2014 kein Preisschock für Strom- und Gaskunden

Die niedrigen Börsenpreise kommen endlich bei den Kunden an. Beim Erdgas bleibt alles, wie es ist.

© dpa

Von Rolf Schraa

Essen. Deutschlands Strom- und Gaskunden können beim Öffnen ihrer Rechnungen 2014 etwas durchatmen. Dramatische Preissprünge wie Anfang 2013 nach der deutlichen Erhöhung der EEG-Umlage sind im neuen Jahr nicht zu erwarten. Die durch Wind- und Sonnenstrom abgestürzten Börsenstrompreise kommen endlich bei den Verbrauchern an. Und die öffentliche Hand wird sich mit weiteren Steuer- und Abgabenerhöhungen zurückhalten, um die Verbraucher nicht weiter zu belasten, erwarten Fachleute. Der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung formuliert schließlich das Ziel, den Kostenanstieg für die Energiewende zu bremsen.

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Erdgas ist wegen des US-Schiefergasbooms im Überfluss am Markt. Hier verzeichnen die einschlägigen Internet-Vergleichsportale weitgehenden Stillstand an der Preisfront. „Die meisten Anbieter machen beim Gas erst mal gar nichts“, sagt ein Sprecher des Vergleichsportals Toptarif.

Beim Strom hat Toptarif zum Jahresbeginn 2014 bei 366 der rund 850 Grundversorger Preiserhöhungen registriert. Zum 1. Februar folgten nur noch ein Handvoll, sagte ein Sprecher. Im Schnitt werde es um 3,4 Prozent teurer – das entspricht 40 Euro Mehrbelastung im Jahr für eine vierköpfige Familie mit 4.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch. Das Portal Verivox hat 351 Strompreiserhöhungen zum Jahreswechsel und einen durchschnittlichen Preisanstieg um 3,5 Prozent erfasst. Rund 9,3 Millionen Haushalte seien von den vergleichsweise moderaten Erhöhungen erfasst.

In Sachsen hat bereits Anfang November die Enso Energie Sachsen Ost eine Preiserhöhung um zwei Prozent zum Jahreswechsel angekündigt. Der Preis für Haushaltskunden erhöhe sich um 0,53 Cent brutto pro Kilowattstunde, hieß es damals. Die Dresdner Stadtwerke haben ebenfalls bereits einen Anstieg um 0,53 Cent brutto angekündigt – für alle Tarife.

Vor einem Jahr hatte noch praktisch die gesamte Branche von den Stadtwerken bis zu den Energieriesen um zweistellige Prozentzahlen erhöht.

Diesmal bleiben zum Jahresbeginn die Grundversorgungstarife der vier Großen Eon, RWE, EnBW und Vattenfall konstant. Einige größere Versorger machen sogar mit Preissenkungen auf sich aufmerksam: Der Oldenburger EWE-Konzern senkt den Preis um 0,36 Cent pro Kilowattstunde für seine rund 900.000 Kunden. Der Ökostrom-anbieter Lichtblick mit 530.000 Kunden senkt um 2,4 Prozent, was beim 4000-Kilowattstunden-Musterhaushalt immerhin 29 Euro entspricht – einmal Pizza-Service für die ganze Familie. Insgesamt zehn Versorger mit Preissenkungen im Schnitt um 2,7 Prozent registriert Verivox. (dpa/SZ)