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2019 mehr Hanf auf den Feldern

Die Anbaufläche vergrößert sich. Doch das Dürrejahr 2018 hat die Landwirte vorsichtig gemacht.

Von Birgit Ulbricht
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Erste Hanfernte in Sachsen: In Saalbach bei Döbeln kontrollierte Vertragslandwirt Heinz-Friedrich Schönleber die Ernte 2018.
Erste Hanfernte in Sachsen: In Saalbach bei Döbeln kontrollierte Vertragslandwirt Heinz-Friedrich Schönleber die Ernte 2018. © Dietmar Thomas

Naunhof. 2019 wird der Anbau von Industriehanf von 180 Hektar auf 500 Hektar erweitert. Geplant hatte die kanadische Firma Wayland, die in Naunhof den alten Schlachthof zum Hanf-Zentrum ausbaut, tausend Hektar. Weil noch viel Know-how in Erntetechnik und Trocknung gesteckt werden muss, lässt man es langsamer angehen. Vertragslandwirt ist Dr. Heinz-Friedrich Schönleber, der diese Flächen mit Nachbarbetriebe erneut sämtlichst bei Döbeln bewirtschaften wird. 

Andere Anbaugebiete sind den Landwirten noch zu riskant. So hatten Feldbauversuche in Brandenburg und Mecklenburg im Dürrejahr 2018 schlechte Ergebnisse eingebracht. Bei Döbeln befinden sich schwere Lösböden, auf denen der Hanf prächtig gedeiht. Aus dem Industriehanf werden Cannabinode gewonnen, die vor allem zu Ölen in Kapsel für Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden. Rauschhaltig sind die nicht. THC-haltiger Hanf, der für den Rausch steht, soll – streng gesichert – ab 2019 im früheren Schlachthof Naunhof indoor angebaut werden. 

Mit dem Vergabe-Ergebnis in welchem Umfang, rechnet Wayland-Geschäftsführer Morten Brandt aber erst im April.