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Abfallverband mit Asbest-Deponie

Auch Einwohner des Kreises Bautzen können dort den Problem-Stoff entsorgen.

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Die Thermische Abfallbehandlung Lauta.
Die Thermische Abfallbehandlung Lauta. © Ravon

Bautzen/Görlitz. Auf der Mülldeponie in Kunnersdorf bei Görlitz können Einwohner der Landkreise Bautzen und Görlitz nun auch Asbest entsorgen. Das teilte Roman Toedter, Geschäftsführer des Regionalen Abfallverbandes Oberlausitz-Niederschlesien (Ravon) auf der Verbandsversammlung in Bautzen mit. Man sei der erste und bislang einzigste Zweckverband, der dafür die Genehmigung durch den Freistaat habe. Die sei kürzlich erteilt worden. Die Möglichkeit werde schon rege wahrgenommen. Allerdings wolle man nicht zur Asbest-Deponie für ganz Sachsen und darüber hinaus werden. Die Entsorgung sei auf Asbest aus der Oberlausitz beschränkt. Und man bemühe sich nun um eine Genehmigung für die Annahme von kohle- und glasfaserverstärkten Kunststoffen.

Der Ravon beschloss zudem, eine Umladestation in Kamenz anzumieten. Dort sollen jährlich rund 7 700 Tonnen Müll bewältigt werden, mit Ravon-Personal und angemieteter Radladertechnik. Pro Tonne Müll ergeben sich daraus Kosten von 6,34 Euro. Beschlossen haben die Verbandsmitglieder zudem den Betrieb einer neuen Umladestation in Lawalde bei Löbau. Dort geht es jährlich um 28 000 bis 30 000 Tonnen Müll. Es werde die größte Ravon-Umladestation.

2018 wird der Verband voraussichtlich 79 300 Tonnen Müll aus den Kreisen Bautzen und Kamenz zur Thermischen Abfallbehandlung Lauta (TA) bringen. 30 700 Tonnen Müll habe man bis Jahresende zudem anderweitig besorgt. Laut Vertrag muss der Ravon jährlich mindestens 110 000 Tonnen Müll an die TA liefern. Verbandsvorsitzender Michael Harig lobte, dass es gelungen sei, die Müllgebühren für die Bevölkerung seit Längerem stabil zu halten. (ihg)