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Acht Verletzte nach Bus-Vollbremsung

Ein Busfahrer muss auf der Pirnaer Stadtbrücke hart bremsen, um eine Kollision zu vermeiden. Sieben Personen müssen ins Krankenhaus. Die Unfallursache wird nun eingehend untersucht.

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© Daniel Förster

Daniel Förster

Pirna. Ein Busfahrer hat am Dienstagmorgen, kurz vor 9 Uhr, auf der Stadtbrücke in Pirna eine Kollision mit einem Pkw vermieden. Bei der Vollbremsung wurden allerdings mehrerer Personen verletzt. Der Bus der Linie G/L, mit dem unter anderem eine Schulklasse der Evangelischen Grundschule sowie mehrere Ausflügler in Richtung Graupa bzw. Liebethal unterwegs waren, war am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) gestartet und auf die Stadtbrücke in Richtung Copitz gefahren. Oben an der Kreuzung zur Brückenstraße kam von rechts ein Pkw Seat Ibiza. Laut Polizei hatte dessen 83 Jahre alter Fahrer zunächst angehalten, um die Vorfahrt zu gewähren. Jedoch sei das Auto kurz darauf wieder „angeruckt“. Gegenüber den Ermittlern hatte der Busfahrer geäußert, dass er das Gefühl gehabt habe, dass der Senior im Seat wieder losfährt und einen Unfall verursachen könnte. Um einen möglichen Zusammenstoß abzuwenden, sei der Mitarbeiter der Oberelbischen Verkehrsgesellschaft (OVPS) auf die Bremse gegangen. Durch das starke Abbremsen verloren viele Fahrgäste in dem Linienbus den Halt, prallten mehr oder weniger heftig gegen Außenwände, Scheiben, Festhaltestangen, Sitze und anderes Mobiliar.

Der Notarzt und fünf Rettungswagen rückten an.
Der Notarzt und fünf Rettungswagen rückten an. © Daniel Förster
Der Busfahrer wollte nach eigenen Aussagen eine Kollision mit einem Pkw vermeiden.
Der Busfahrer wollte nach eigenen Aussagen eine Kollision mit einem Pkw vermeiden. © Daniel Förster
Sieben Verletzte, hauptsächlich Schulkinder, wurden ins Krankenhaus gebracht.
Sieben Verletzte, hauptsächlich Schulkinder, wurden ins Krankenhaus gebracht. © Daniel Förster

Zwei Mädchen, beide neun Jahre alt, vier zehnjährige Jungen sowie eine 17-Jährige und ein 76-jähriger Rentner wurden leicht verletzt. Sie hätten in den meisten Fällen Prellungen davon getragen. Der ältere Herr hatte sich eine Beule am Kopf zugezogen, so ein Polizist. Die Verletzten wurden vom Notarzt untersucht und mit fünf Rettungswagen sowie einem DRK-Fahrdienstwagen in Krankenhäuser gebracht. Vier Betroffene kamen ins Klinikum Pirna, drei in die Uniklinik Dresden, teilte der Rettungsdienst mit.

Der Fahrer des Pkw Seat und seine Beifahrerin sowie der Busfahrer blieben unverletzt. In letzter Instanz müsse nun die Justiz entscheiden, ob die Notfallbremsung in dieser Situation angemessen war oder nicht, so die ein Ermittler der Polizei. Es gab keinen Zusammenstoß und folglich auch kein Sachschaden.

Um die Stadtbrücke nicht zu blockieren und den Verkehr in Pirna nicht lahm zu legen, waren der Omnibus- und der betagte Pkw-Fahrer zur nächsten Bushaltestelle der Linie auf die Pratzschwitzer Straße in Copitz gefahren. Dort versorgten auch die Einsatzkräfte die Insassen, die über Verletzungen klagten. Die Schulklasse setzte später ihren Ausflug fort - allerdings ohne die fehlenden Schüler.