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Äffin Erna will nicht ins Gehege zurück

Eine Affen-Dame hält in Annaberg-Buchholz seit Freitagnachmittag die Mitarbeiter des Tiergeheges am Pöhlberg in Atem.

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Annaberg. Eine Affen-Dame hält in Annaberg-Buchholz seit Freitagnachmittag die Mitarbeiter des Tiergeheges am Pöhlberg in Atem. Das Tier war aus seinem Gehege ausgebrochen und auf einen Baum geflüchtet. Dort saß Japanmakaken-Äffin Erna auch am Samstagnachmittag noch in etwa 25 Metern Höhe, wie Stadtsprecher Matthias Förster bestätigte. Zunächst hatte die Chemnitzer „Freie Presse“ darüber berichtet.

„Das Gelände wurde weiträumig abgesperrt, und wir wollen das Tier zur Ruhe kommen lassen“, sagte Förster. Schaulustige sollten sich deshalb möglichst ruhig verhalten. Gefahr gehe aber nicht von der Äffin aus. „Die Hoffnung ist, dass sie entweder auf die Rufe ihres Jungen im Gehege reagiert oder zum Fressen von allein dorthin zurückkehrt.“

Das Gehege sei gerade um 80 Quadratmeter erweitert worden und solle am Dienstag offiziell eröffnet werden. „Erna hat so doll am neuen Zaun gerüttelt, dass Schraubenköpfe abgebrochen sind“, sagte Förster. Nach der Flucht des Affen auf den Baum sei eine Tierärztin mit einer Hebebühne herangefahren, um Erna mittels Blasrohr zu betäuben. Wegen der großen Höhe sei das aber zu gefährlich für das Tier gewesen, so dass man sich dagegen entschieden habe. Erna und ihr Nachwuchs sind die einzigen Affen im Tiergehege am Pöhlberg. (dpa)