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Aids wütet weiter in Afrika am schlimmsten

Weltweit leben rund33 Millionen Menschenmit dem HI-Virus.

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Genf. Trotz umfangreicher Kampagnen zur Vorbeugung bleibt das globale Ausmaß der Aids-Epidemie besorgniserregend. Jeden Tag stecken sich rund 7500 Menschen neu mit dem Aids-Erreger HIV an. Ende 2007 lebten rund 33 Millionen Menschen mit dem HI-Virus, teilten das Hilfsprogramm UNAids und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestern in Genf mit. „Wir können die Epidemie noch nicht stoppen“, betonten sie. Die Welt-Aids-Konferenz, die am 3. August in Mexiko-Stadt beginnt, müsse nach neuen Strategien suchen.

Im vergangenen Jahr starben rund zwei Millionen Menschen an Aids. Die Immunschwäche breitete sich in jüngster Zeit vor allem in China, Indonesien, Kenia, Mosambik, Papua-Neuguinea, Russland, der Ukraine und Vietnam weiter aus. Afrika südlich der Sahara bleibt mit 22 Millionen Aids-Infizierten die am stärksten betroffene Region weltweit.

Mehr Geld für Kondome

In Süd- und Südostasien leben rund 4,2 Millionen Menschen mit Aids. Diese Region weist nach Afrika die zweithöchste Zahl an Infizierten auf. An dritter Stelle liegt Lateinamerika mit 1,7 Millionen Menschen, gefolgt von Osteuropa und Zentralasien mit 1,5 Millionen.

Die Finanzmittel für Anti-HIV-Programme sind den Uno-Angaben zufolge zwischen 2001 und 2007 in Entwicklungs- und Schwellenländern um das Sechsfache gestiegen. Deshalb ging die Zahl der Neuinfizierten weltweit von drei Millionen auf 2,7 Millionen zurück. Dazu trug auch der zunehmende Gebrauch von Kondomen bei. Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung in Hannover forderte, in Entwicklungsländern wesentlich mehr Kondome kostenlos zu verteilen. Derzeit seien es nur 3,3 Milliarden Kondome pro Jahr, nötig seien jedoch 18 Milliarden, um wirksame Vorbeugung zu erzielen. (epd/dpa)