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Dippoldiswalde

Brücke für die Altenberger Biathlonarena

Die Zufahrt zur Schießhalle und die Loipe kreuzen sich ungünstig. Doch bald soll sich Ski- und Autoverkehr auf zwei Ebenen abspielen.

Rolf Heinemann, Vorsitzender des Fördervereins Biathlon Osterzgebirge, vor der Schießhalle der Biathlonarena.
Rolf Heinemann, Vorsitzender des Fördervereins Biathlon Osterzgebirge, vor der Schießhalle der Biathlonarena. © Andreas Weihs

Das Landratsamt hat die Baugenehmigung erteilt, die Röhre soll nächste Woche kommen - alles bereit für die zweite Runde beim Umbau der Biathlonarena zwischen Altenberg und Zinnwald.

"Es geht darum, die Loipe von der Zufahrt zur Schießhalle zu trennen", sagt Rolf Heinemann, der Vorsitzende des Fördervereins Biathlon Osterzgebirge. Dass die Biathleten die Halle ansteuern müssen, um zu schießen, ist klar. Doch die Waffen werden in Autos zur Halle transportiert.

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Auf dem derzeit streng abgeriegelten Gelände trainieren zwar nur Sportler, die am Olympia-Bundesstützpunkt organisiert sind, "von der Altersklasse 14 bis zum Profispitzensportler", wie es Carolin Aepfler vom Olympiastützpunkt zusammenfasst.

Doch in Zeiten ohne Corona-Schutzverordnungen veranstalten auch andere Vereine ihre Schießübungen hier. "Vielen, die als Gäste die Halle nutzen, ist ein freier Transportweg sehr wichtig", sagt Rolf Heinemann.

Umbau der Biathlonstrecke

An dieser Stelle soll die Loipe in der Biathlonarena mit einer Tunnelröhre überbrückt werden.
An dieser Stelle soll die Loipe in der Biathlonarena mit einer Tunnelröhre überbrückt werden. © Egbert Kamprath

Mithilfe einer Brücke - oder auch eines Tunnels, je nach Sichtweise - sollen die beiden Wege voneinander getrennt werden. "Die Autos fahren dann durch die Röhre, während die Biathleten drüber weg fahren", sagt Heinemann. Die Röhre, bestehend aus einer Art Wellblech, wird 20 Meter lang sein und einen Durchmesser von circa acht Metern haben. "Sonst wird ja die Loipe zerfahren", sagt Heinemann.

Insgesamt 600.000 Euro stehen für den gesamten Umbau zur Verfügung - 580.500 Euro davon hatte der Freistaat Sachsen bewilligt, den Rest stemmt der Förderverein. Nachdem die Erweiterung des Stadions im Sommer nahezu 250.000 Euro gekostet hatte, veranschlagt Heinemann für den nun anstehenden zweiten Schritt circa 200.000 Euro. Die Stadt Altenberg, die das Bauvorhaben formal beantragt und die Bauleistung ausgeschrieben hat, beauftragte die Firma Strabag mit der Durchführung.

Fördermittel müssen noch 2020 verbaut werden

Im Hinblick auf die bevorstehende Wintersaison hatte Heinemann einigermaßen ungeduldig auf die Bauerlaubnis gewartet: "Eigentlich wollten wir im Sommer gleich alles für die Brücke vorbereiten, aber im Naturschutzgebiet sind die Verhandlungen mit den Naturschutz- und Forstbehörden natürlich immer schwierig", sagt Heinemann, "der Förderverein wiederum muss das bewilligte Geld noch 2020 ausgeben."

Doch nun kann es losgehen mit der Entflechtung von Straße und Loipe: "Bei der Gelegenheit werden natürlich auch Kabel für die Beleuchtung und eine Zuleitung zum Trafohaus gelegt", sagt Heinemann.

Beim dritten Bauabschnitt wird es dann um eine bessere Streckenführung gehen: "Derzeit warten wir noch auf die Baugenehmigung dafür."

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