Dippoldiswalde
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Schloss Lauenstein öffnet mit neuer Sonderausstellung

Besucher können ab Sonnabend in das Komödiantenleben von Clown Locci eintauchen. Bis 6. Februar sind die privaten Stücke zu sehen.

Von Anja Ehrhartsmann
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Wolfgang Lasch alias Clown Locci, zeigt private Stücke in der neuen Sonderausstellung auf Schloss Lauenstein.
Wolfgang Lasch alias Clown Locci, zeigt private Stücke in der neuen Sonderausstellung auf Schloss Lauenstein. © Schloss Lauenstein

Schuhe in Größe 67, Jacken mit und ohne Ärmel, karierte Hosen, löchrige Regenschirme, Poster, Fotos, Requisiten, skurrile Fundstücke - dazu Koffer und nochmals Koffer - das und vieles mehr präsentiert Wolfgang Lasch, alias Clown Locci, in der neuen Sonderausstellung, die ab Sonnabend für Besucher im Osterzgebirgsmuseum Schloss Lauenstein zu sehen ist.

Laut Museumsleiterin Gabriele Gelbrich trug Wolfgang Lasch über viele Jahre Kostüme, Masken und Accessoires eines clownesken Haushaltes, aber auch Erbstücke des Großvaters aus den 1920er-Jahren zusammen, um mit Spaß, Leidenschaft und Spiel ein Lachen auf die Gesichter aller Zuschauer zu zaubern. Sein späterer Beruf ist ihm schon in die Wiege gelegt worden, denn er stammt aus einer Komödiantenfamilie. Großvater Franz Lasch, einen in den 30er-Jahren berühmten Clown, lernte er zwar nicht kennen, weil er zwei Jahre vor Wolfgangs Geburt starb. Die erste Lust zur Clownerie blühte aber auf, als ihm die Großmutter den Koffer des Opas samt großer Latschen zeigte. Da hatte er als Kind bereits großes Interesse an Musik und Pantomime, weiß Gabriele Gelbrich.

Nach dem Wolfgang Lasch zunächst einen Buchdruckerberuf erlernte und Polygrafie studierte, lockten ihn im Alter von 30 Jahren dann aber doch die Bühnenbretter. Mit einem Berufsausweis in der Tasche reiste er samt seinem kleinwüchsigen Partner Eddy mit pantomimischen und musikalischen Programmen 20 Jahre durch Europa. Später trat er als Puppenspieler, Conferencier und Sänger des „Franz-Lasch-Ensembles“ auf, das er zu Ehren seines Großvaters gründete.

Nun erobert er seit vielen Jahren als Clown, Puppenspieler und Komödiant „Locci“ die Herzen von großen und kleinen Leuten in ganz Deutschland. Auch im Schloss Lauenstein ist er im vergangenen Jahr aufgetreten, wo die Idee zur Sonderausstellung entstand. Im November wurde die Ausstellung aufgebaut, die wegen der coronabedingten Schließung erst jetzt öffentlich zugänglich ist.

Das Museum ist wieder ab Sonnabend geöffnet und dann von Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 16.30 Uhr (letzter Einlass um 16 Uhr). Es gilt die 2G-Regel. Eine Kontakterfassung ist erforderlich.