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Am Donnerstag streiken die Lehrer

Es geht um höhere Gehälter für die Angestellten des öffentlichen Dienstes. Ganz geschlossen sind die Schulen im Landkreis aber nicht.

Am Donnerstag streiken Lehrer. © Symbolbild: dpa

Einen freien Tag Mitten in der Schulwoche bekommen viele Mädchen und Jungen im Landkreis am Donnerstag geschenkt. Viele Lehrer schließen sich einem ganztägigen Warnstreik an. Den hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Sachsen organisiert. Es geht um die derzeit laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes. Die Arbeitnehmerverbände fordern sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro zusätzlich pro Monat. Nach zwei Verhandlungsrunden gibt es noch kein Ergebnis.

An welchen Schulen die Lehrer streiken, teilte die Gewerkschaft nicht mit. Aus der Bezirkszentrale in Dresden heißt es, man habe zu Warnstreiks in ganz Ostsachsen und um 11 Uhr zu einer Kundgebung vor dem sächsischen Finanzministerium aufgerufen. Nun sei es Sache jedes einzelnen Lehrers, sich an den Arbeitskämpfen zu beteiligen.

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Notbetreuung wird organisiert

An welchen Schulen der Unterricht am Donnerstag ausfällt, das entscheidet sich oft erst am Mittwoch. So auch am Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium in Pirna-Copitz. „Unsere Lehrer haben bis Mittwochmorgen Zeit zu entscheiden, ob sie am Donnerstag streiken oder nicht“, sagt Matthias Weber, stellvertretender Schulleiter am Herder-Gymnasium. Danach wird festgelegt, welche Unterrichtsstunden ausfallen. Die Eltern und Schüler werden am Mittwoch darüber informiert. „Eine Notbetreuung wird zudem organisiert“, kündigt Matthias Weber an. Die ist auch im Heidenauer Pestalozzi-Gymnasium abgesichert. Hier werden am Donnerstag außerdem die Klassen 5 und 6 sowie 11 und 12 nach einem Sonderplan unterrichtet. Wie viele Lehrer am Donnerstag streiken, weiß Schulleiter Frank Clausnitzer noch nicht. „Es gibt die Ankündigung, dass sich einige beteiligen.“

In Freital sind unter anderem die Lessing-Grund- und Oberschule sowie die Oberschule in Hainsberg betroffen. Wer kann, soll zu Hause bleiben. Eine Notbetreuung während der regulären Unterrichtszeiten ist jedoch an allen bestreikten Schulen eingerichtet. Auch die Lehrer der Oberschule Wilsdruff wollen sich am Ausstand beteiligen. Dort sind für den Donnerstag die Vorprüfungen in Englisch angesetzt, diese sollen auch stattfinden. Bis auf zwei weitere Klassen haben alle anderen frei.

Bestreikt werden auch die beiden Schulstandorte des Glückauf-Gymnasiums in Dippoldiswalde und Altenberg. Laut Schulleiter Volker Hegewald wollen mehrere Lehrer zur Kundgebung nach Dresden fahren, weshalb der Unterricht, auch krankheitsbedingt, nur sehr eingeschränkt stattfinden wird. Ähnlich ist die Situation an der Oberschule in Dippoldiswalde, etwa die Hälfte des Lehrerkollegiums wird sich am Ausstand beteiligen. In der Abschlussklasse soll trotzdem regulär nach Stundenplan unterrichtet werden, sagt Schulleiter Klaus Walter. In den anderen Klassen müsse aber mit Einschränkungen gerechnet werden.

Der Streik hatte am Dienstag dieser Woche zunächst in Leipzig, dessen Umland und dem Landkreis Nordsachsen begonnen. Am Mittwoch legen die Lehrer im Raum Chemnitz/Zwickau, dem Vogtland, dem Erzgebirge und Mittelsachsen die Arbeit nieder. (SZ/hey, kat, sab)

Sie wollen noch besser informiert sein? Schauen Sie doch mal auf www.sächsische.de/pirna und in unseren anderen Online-Ausgaben für Freital, Dippoldiswalde und Sebnitz vorbei.

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