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Angekommen im Stadtrat

Mario Nitschke hat sich schon zweimal zur Wahl gestellt. Er schaffte es nicht. Nun sitzt er trotzdem im Altenberger Parlament.

© Frank Baldauf

Von Mandy Schaks

Altenberg. Mario Nitschke hat im Altenberger Ratssaal am Parlamentstisch Platz genommen. Der 55-Jährige, der bei der letzten Gemeinderatswahl 2014 für die Bärensteiner Wählervereinigung kandidiert hatte, aber den Einzug zum zweiten Mal verpasste, rückt jetzt im Stadtrat für Klaus Metze nach. Der ehemalige Schulleiter und langjährige Kommunalpolitiker war im August überraschend im Alter von 80 Jahren gestorben.

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Mario Nitschke nahm auf der jüngsten Ratssitzung aber nicht direkt den Platz seines Vorgängers ein. Anders als Klaus Metze, der seinerzeit als einziger Abgeordneter für die Bärensteiner Wählervereinigung in den Stadtrat gewählt wurde und mit der Freien Wählervereinigung Altenberg koalierte, schließt er sich nicht deren Fraktion an. Nitschke verstehe sich in erster Linie als Abgeordneter der Bärensteiner Wählervereinigung und sitzt somit am großen Ratstisch für sich. „Das war auch immer mein Vorhaben, als ich damals kandidierte, allein in den Stadtrat zu gehen“, sagt er.

Nitschke möchte vor allem den Bärensteiner Stadtteil weiter voranbringen, dafür „rauskitzeln, was möglich ist“. Außerdem geht es ihm darum, die knappen finanziellen Mittel, die zur Verfügung stehen, sinnvoll einzusetzen. Zudem liegt ihm daran, Streitkultur wiederzubeleben.

Der freischaffende Maler und Bildhauer, der sich zurzeit sein Geld auch als Landwirt verdient, ist in der Kommunalpolitik kein unbeschriebenes Blatt. Seit 2009 wirkt er im Bärensteiner Ortschaftsrat mit, war auch schon mal Ortsvorsteher. Bei der Bürgermeisterwahl 2015 forderte er den Amtsinhaber Thomas Kirsten (Freie Wähler) heraus. Damals erhielt er 29,4 Prozent.