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Antje Hermenau wird Vorstand im Verband der Redenschreiber

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Die frühere sächsische Grünen-Politikerin Antje Hermenau mischt künftig beim Verband der Redenschreiber in deutscher Sprache mit.

Seeheim/Dresden. Die frühere sächsische Grünen-Politikerin Antje Hermenau mischt künftig beim Verband der Redenschreiber in deutscher Sprache mit. Sie werde die Arbeit der neuen Vorsitzenden Jacqueline Schäfer als Vize unterstützen, sagte Hermenau am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Die Wahl fand am Samstag in Seeheim bei Frankfurt am Main statt. Ihre Aufgabe werde unter anderem darin bestehen, weitere Regionalgruppen zertifizierter Redner gerade auch in den ostdeutschen Ländern aufzubauen.

„In Zeiten hohen gesellschaftlichen Klärungs - und Diskussionsbedarfes kommt es darauf an, kultiviert in der Sache streiten zu können, ohne den Respekt vorm anderen zu verlieren. Eine gute Rede setzt auf überzeugende Argumente und die authentische Leidenschaft in der Sache beim Redner. Hohe Sachkenntnis erleichtert das Schreiben“, sagte Hermenau. Vielen sei nicht klar, welch hochwertige Arbeit gute Redeschreiber leisten: „Dieser Beruf wird viel zu sehr unterschätzt.“

Hermenau galt während ihrer Politikerkarriere als wortgewaltige Rednerin. In den 1990er Jahren hatte sie das „Silberne Mikrofon“ als beste Nachwuchsrednerin des Deutschen Bundestages gewonnen. Hermenau, vormals Fraktionschefin der Grünen im Sächsischen Landtag, hatte nach der Landtagswahl 2014 erst ihrer Fraktion und dann der Partei den Rücken gekehrt. Hermenau wollte ein schwarz-grünes Bündnis in Sachsen. Als ihre Partei nicht mitzog, gab sie auf. Seither ist sie als Publizistin und Politikberaterin tätig. (dpa)