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Das geht ins Auge!

Konstantin Scholz zieht mit seinen Werken Blicke an: Er ist Meister im Schilder- und Lichtreklamehersteller-Handwerk.

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Konstantin Scholz hat für seine Meisterprüfung acht Buchstabentypen angefertigt, die jeweils unterschiedlich beleuchtet werden.
Konstantin Scholz hat für seine Meisterprüfung acht Buchstabentypen angefertigt, die jeweils unterschiedlich beleuchtet werden. © Foto: Handwerkskammer Dresden/Cynthia Meißner

Sie zieren Fassaden, Schaufenster, Passagen und prägen das Bild einer Stadt entscheidend mit: Werbetafeln und -schilder sind beleuchtet oder unbeleuchtet, groß oder dezent, in verschiedensten Formen, Farben und Materialien. Wer steckt eigentlich hinter diesen Blickfängen? Es sind Schilder- und Lichtreklamehersteller wie Konstantin Scholz, der seit wenigen Wochen seinen Meistertitel in der Tasche hat.

Fragen über Fragen

„Wir schauen, welche Farben und Markenzeichen der Kunde hat, welchen Zweck das Schild erfüllen soll und müssen natürlich auch die baulichen Gegebenheiten beachten“, erläutert der 33-Jährige. „Viele Kunden haben bereits ein Corporate Design, welches dann umgesetzt werden muss. Da steht man dann zum Beispiel bei der Lichtgestaltung vor der Herausforderung, einen schwarzen Schriftzug leuchten zu lassen.“ Das Zusammenspiel von Baugeschichte, Lichtvorgaben, Materialien, Schriften, einem möglicherweise denkmalgeschützten Haus und historischen Stadtansichten – das alles müsse man gesamtheitlich betrachten. Dafür kommt ihm sein Architektur-Studium zu Gute, welches er vor der Meisterausbildung absolviert hatte.

Auch viele technische Fragen müssen geklärt werden: Welche elektrischen Anschlüsse sind vorhanden, wieviel Gewicht kann die Fassade tragen, wo und wie können die Halterungen angebracht werden? Welche Beleuchtung ist erlaubt und gewünscht und in wie viele Teile muss oder kann ich das Motiv aufteilen, damit die ganze Technik dahinter auch später gut zu warten ist?

Ob von vorn, seitlich, oder von hintern beleuchtet: Schilder- und Lichtreklamehersteller können die jeweilige Werbebotschaft gekonnt und individuell in Szene setzen.
Ob von vorn, seitlich, oder von hintern beleuchtet: Schilder- und Lichtreklamehersteller können die jeweilige Werbebotschaft gekonnt und individuell in Szene setzen. © Foto: Handwerkskammer Dresden/Cynthia Meißner

Dabei entstehen individuelle Kreationen. Von beleuchteten Großbuchstaben über dezente Hinweisschilder bis zu ausgefallenen Werbepylonen für Ausstellungen und Messen reichen die Möglichkeiten. „Wir produzieren maximal in Kleinserien, greifen bei der Fertigung aber natürlich auf Maschinen zurück. Daher ist ein Verständnis für Software und Dreidimensionales von Vorteil."

Seine Meisterausbildung hat Konstantin Scholz in Teilzeit in njumii – das Bildungszentrum des Handwerks absolviert, gemeinsam mit sechs weiteren Berufskollegen aus ganz Deutschland. Er selbst arbeitet bei dresden design, der Werbetechnikfirma seines Vaters, die er perspektivisch übernehmen möchte. „Unser Beruf hat noch nicht so eine lange Tradition wie vielleicht Tischler oder Schmied. Aber es ist eine interessante, sehr abwechslungsreiche, kreative und zugleich technisch hochmoderne Branche", sagt er. „Wir schaffen einzigartige Werke, die von vielen Menschen wahrgenommen werden - und benötigen dringend Nachwuchs.“

Tipp: Die Meisterstücke des aktuellen Jahrgangs der Schilder- und Lichtreklamehersteller-Meister gibt es hier in einem 360-Grad-Rundgang zu sehen.

Kontakt und weitere Informationen

njumii – Das Bildungszentrum des Handwerks
Handwerkskammer Dresden

Am Lagerplatz 8
01099 Dresden
Tel.: 0351-4640100
[email protected]

Hier gelangen Sie zur Unternehmenswelt von njumii - das Bildungszentrum des Handwerks.