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Die Generation Z und ihr Umgang mit Geld: Rational, digital, börsenaffin

Shoppen, Urlaub, Party: Ein Bild, das viele Ältere heutzutage von jungen Menschen haben. Doch wer genauer hinschaut, erkennt: Gerade im Umgang mit den eigenen Finanzen ist die Generation Smartphone vernünftiger, als viele glauben.

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Die Generation Z ist nicht so leichtsinnig wie Viele vermuten. Gerade im Umgang mit Geld sind sie vorausschauend.
Die Generation Z ist nicht so leichtsinnig wie Viele vermuten. Gerade im Umgang mit Geld sind sie vorausschauend. © sweetlouise/pixabay

Mehr als die Hälfte plant ihre Ausgaben

Die Zahlen einer Studie auf dem Datenportal Statista zeigen, dass junge Erwerbstätige durchaus sinnvoll mit ihrem Einkommen umgehen. So geben 65 Prozent der Befragten darin an, dass sie einen Haushaltsplan aufstellen, um bei ihren Ausgaben die Übersicht zu behalten.

61 Prozent sind der Meinung, dass sie über genug Finanz-Know-how verfügen, um klare Entscheidungen bei der Vermögensbildung zu treffen, und 60 Prozent fühlen sich beim Auswählen geeigneter Finanzprodukte sicher.

Dabei wirtschaftet die Generation Z über den Tag hinaus: 56 Prozent planen ihre Finanzen langfristig. 54 Prozent der Befragten haben sich für die nächsten fünf Jahre dabei klare Ziele gesetzt.

Aktien und Fonds als neue Altersvorsorge

Die jungen Erwerbstätigen von heute müssen wie keine andere Generation zuvor privat vorsorgen. Der Grund: Wegen des demografischen Wandels fällt die gesetzliche Rente für sie nur noch gering aus, denn immer weniger Arbeitnehmer müssen zukünftig für immer mehr Ruheständler in die Rentenkasse des Staates einzahlen. Wer nicht rechtzeitig Geld für später anlegt, rutscht als Rentner womöglich in die Altersarmut ab.

Zudem werfen die traditionellen Anlageformen Sparbuch und Festgeld seit Jahren aufgrund der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) kaum noch Zinsen ab, und die derzeit grassierende Inflation nagt am bereits ersparten Geld.

Vor diesem Hintergrund finden immer mehr junge Menschen den Weg aufs Börsenparkett. Ihre Vorliebe für alles Digitale macht ihnen dabei den Einstieg leicht: Banken, Sparkassen, Finanzdienstleister und junge Fintech-Startups haben mittlerweile zahlreiche Apps entwickelt, mit denen die Generation Z auf ihren Smartphones Aktienportfolios eröffnen und verwalten kann.

Know-how aus dem Internet

Wenn es um Infos rund ums Geldanlegen geht, greifen die zwischen 1995 und 2003 Geborenen in erster Linie aufs Internet zu. Einschlägige Facebook-Einträge sind dabei ebenso beliebt wie solche auf Instagram. Banken und Finanzdienstleister haben das erkannt und eigene digitale Angebote erstellt, um die junge Kundschaft zu informieren und an sich zu binden.

Ein passendes Beispiel ist der Podcast des Finanzdienstleisters tecis. Die Berater des Unternehmens haben sich auf die Fahnen geschrieben, das finanzielle Know-how der jungen Generation zu optimieren. Der Grund: Um die Finanzbildung der jungen Deutschen ist es nicht gut bestellt, weil das Thema in den Schulen kaum vorkommt. Vielen Berufsanfängern ist zum Beispiel die Rolle der EZB unbekannt, andere können den Begriff „Investmentfonds“ nicht erklären.

Deshalb haben die jungen tecis-Experten einen Podcast ins Leben gerufen, der dem entgegenwirken soll. Zu den Themen der Hörbeiträge gehören dann auch die Geldanlage, die Altersvorsorge, die Investition in Immobilien und – ganz aktuell – die Inflation. Ziel des tecis-Podcasts ist es, dass Azubis und Uni-Absolventen mithilfe des gewonnenen Know-hows finanzielle Entscheidungen selbstbestimmt treffen.

Unabhängig davon sind für junge Menschen nach wie vor Familie und Freunde Ansprechpartner, wenn es um Geldfragen geht. Auch Finanzberaterinnen und Finanzberater sind durchaus beliebt – seit Corona auch gern via Videokonferenz.