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Die sieben Tugenden: Die alten Tugenden haben noch niemandem geschadet

Das Städtische Bestattungswesen Meißen über die Veränderung der Tugenden in der Gesellschaft.

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- Ein Kommentar vom Städtischen Bestattungswesen Meißen -

Beispielgebend für die damalige Zeit sollen die Preußischen Tugenden gewesen sein, die heute, meist ohne Kenntnis der Materie, kritisch hinterfragt werden. Doch wie bei jedem naturwissenschaftlichen oder gesellschaftlichen Ordnungsprinzip müssen der Zustand des Systems und die Grenzbedingungen Beachtung finden. Es zeugt von absoluter Überheblichkeit, willkürlich die moralischen Maßstäbe der heutigen Zeit an die Geschichte anzulegen. Sie hat sich so ereignet. Woher nehmen die meinungsbildenden Gruppen heute die Gewissheit, dass unsere aktuellen Tugendvorstellungen so perfekt sind, damit wir uns in arroganter Weise über unsere Vorfahren und ihre Lebenswelt erheben dürfen?

In der Naturwissenschaft mag es durch Formeln seine Berechtigung haben, klare Gesetzmäßigkeiten zu formulieren. Doch im gesellschaftlichen Umfeld wird es niemals möglich sein, ein für alle Zeiten geltendes Raster von Wertvorstellungen zu schaffen.

Im System der preußischen Tugenden waren die fortschrittlichen Wertvorstellungen des damaligen Bürgertums verankert, um sich dem Adel gegenüber zu emanzipieren. Diese bürgerlichen Vorstellungen waren darauf ausgelegt, den Alltag lebenspraktisch zu bewältigen und sich vor allem wirtschaftlich abzukoppeln. Sie waren für die damalige Zeit ein bedeutender Fortschritt und die Grundlage dafür, dass Erfolge in Wissenschaft, Technik, Gemeinwesen und Zivilisation erbracht wurden.

Die preußischen Tugenden waren aus unserer heutigen Weltsicht möglicherweise etwas kultur- und wissenschaftsfern. Doch das ist nur der erste Eindruck. Beim genaueren Betrachten der Geschichte vollzogen sich in dieser Zeit grundlegende Dinge im Bereich der Bildung. Die Volksschulen (Dorfschulen, Elementarschulen usw.) wurden deutschlandweit eingeführt, was letztlich zum Wohlstand der gesamten Gesellschaft gereichte. Mit dem, von Allen, neu erworbenen Wissen, erhielt auch die Kultur ein größeres Fundament.

Aufrichtigkeit, Geradlinigkeit, Gerechtigkeitssinn, Mut, Redlichkeit, Unbestechlichkeit und Zuverlässigkeit würden vielen Entscheidungsträgern der aktuellen Zeit gut zu Gesicht stehen. Stattdessen werden Gesetze geschaffen, mit denen diese Fragen elegant umgangen werden können, ohne eine moralische oder wirtschaftliche Verantwortung übernehmen zu müssen. Speziell in Krisensituationen kann es dann vorkommen, dass reagiert und vor allem regiert werden muss. Von dieser Aufgabe waren bei den letzten Krisen viele Entscheidungsträger persönlich überrascht und haben es löblicherweise unter Berücksichtigung der eigenen Unkenntnis und mangelnden Befähigungen vermieden, noch mehr Schaden anzurichten.

Bei den Diskussionen um den Umweltschutz werden immer ein paar wesentliche Details ausgeklammert: Bescheidenheit, Zurückhaltung (mehr Sein als Schein), Sparsamkeit und Treue. Vielleicht wäre es ratsam, sich etwas zurückzunehmen und weniger zu verbrauchen.

Die preußischen Tugenden des Gehorsams und der Unterordnung würden auch der heutigen Gesellschaft nützen. Man mag sie verurteilen, wie man will, aber die Tendenzen sind an den Schulen sichtbar. Alte Lehrer können die Leistungen anhand von alten Klassenarbeiten vergleichen und erzählen vom rückläufigen Niveau. Die Rechtschreibleistung sinkt und die Zahlenwelt birgt für die Schüler heutzutage immer mehr Rätsel als Lösungen. Wenn man Anforderungen nicht mehr durchsetzen kann, geht es rückwärts. Ebenso muss die Frage gestellt werden, wieso Rettungskräfte, Feuerwehren, Polizisten bei ihren Einsätzen, das Leben zu retten, behindert werden.

Härte, Selbstverleugnung und Tapferkeit hingen damals mit dem kriegerischen Zeitgeist zusammen. Aus den historischen Anschauungen heraus unterlagen die soldatischen und kriegerischen Tugenden einer besonderen gesellschaftlichen Wertschätzung. Das kriegerische Element wird hoffentlich irgendwann aus der Gesellschaft verschwinden. Die Kameradschaft, das Füreinander und die Hilfe der Stärkeren für die Schwächeren sollten für die Gemeinschaft übernommen werden.

Auch wenn es gern propagiert wird: Toleranz und Solidarität sind sittliche Haltungen aber noch lange keine Tugenden. Toleranz mag modern klingen. Es ist leider nur eine Art der Neutralität, sich nicht mehr für andere zu interessieren. Der Ausspruch: „Sollen die nur machen. Ich bin tolerant.“, bekundet das absolute soziale Desinteresse.

Außerdem sind persönliche Hilfen immer mehr wert, als sich mit Geldspenden solidarisch freizukaufen. Die bereitgestellten Mittel kommen selten dort an, wo man sich es gewünscht hätte. Dabei reicht es doch, in der Kindertagesstätte oder Schule nebenan zu fragen, was benötigt wird. Auch die Altenheime im Wohnort würden sich über Zuwendungen oder handwerkliche Hilfen freuen.

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© Autoren: Jörg Schaldach, Kristina Ruppert

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