Anzeige

Wer wird Juniormeister im Handwerk?

Mehr als ein Praktikum: Im Projekt Juniormeister können Schüler ihr Wunschhandwerk hautnah kennenlernen und sich ausprobieren.

Die Zukunft des Handwerks: Die Teilnehmer des Projekts Juniormeister 2020 haben mit neuen Ideen und praktischen Meisterstücken die Jury begeistert und im Rahmen einer Feier in Dresden ihre Juniormeisterbriefe erhalten.
Die Zukunft des Handwerks: Die Teilnehmer des Projekts Juniormeister 2020 haben mit neuen Ideen und praktischen Meisterstücken die Jury begeistert und im Rahmen einer Feier in Dresden ihre Juniormeisterbriefe erhalten. © Foto: Handwerkskammer Dresden

Ein LED-Würfel, der für verschiedene Stimmungen farbig programmiert werden kann, eine große Gartenliege aus Holz oder eine faltbare Matratze: Wer würde bei diesen Dingen denken, dass sie von 13- oder 14-jährigen Schülerinnen und Schülern entworfen und realisiert wurden? Doch die  Juniormeister der Handwerkskammer Dresden beweisen es: Mit der Begeisterung, etwas mit den Händen zu erschaffen und fachlicher Begleitung erfahrener Mentoren gelingen auch dem Nachwuchs schon wahre Meisterwerke. 

Das Projekt Juniormeister

Mit dem Projekt Juniormeister lädt njumii - das Bildungszentrum des Handwerks gemeinsam mit der Landeshauptstadt Dresden Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen auch in diesem Jahr wieder ein, verschiedene Handwerksberufe ganz praktisch auszuprobieren. Im Juniormeister-Camp in den Herbstferien werden die ersten Ideen gesammelt und Schulungen erfolgen. Über den Winter können die Teilnehmenden ihre Juniormeisterstücke in den Bereichen Elektro- und Informationstechnik, Metall, Holz, Farbe, und Textil/Raumausstattung anfertigen. Dabei werden sie intensiv von ihren Mentoren - den jeweiligen Handwerksmeistern aus der Praxis oder einem Ausbilder der Handwerkskammer Dresden - begleitet. Präsentiert und abgenommen werden die Arbeiten der Jugendlichen dann vor einer fachkundigen Jury. 

Anzeige
Gut vorbereitet in die Ausbildung
Gut vorbereitet in die Ausbildung

Mit einem dreitägigen Kurs bereitet njumii – das Bildungszentrum des Handwerks branchenübergreifend Azubis auf den Ausbildungsbeginn vor.

Der Kreativität freien Lauf lassen

Wie einfallsreich die Nachwuchshandwerker sind, zeigen die Projekte des Juniormeister-Jahrgangs 2019/2020. Bis zu 40 Arbeitsstunden stecken in den kleinen und großen Meisterwerken.

Anna Höfgen, Pestalozzischule Oberschule Radeberg, Klasse 9, Juniormeisterin Berufsfeld Holz: Projekt Gartenliege aus Lärchenholz. 
„Mein Meisterstück sollte vor allem alltagstauglich und funktional sein. Ich wollte ein Möbelstück bauen, das danach nicht in irgendeiner Ecke steht und in Vergessenheit gerät. Da wir einen großen Garten haben, kam ich auf die Idee mit der Gartenliege.“ 
Anna Höfgen, Pestalozzischule Oberschule Radeberg, Klasse 9, Juniormeisterin Berufsfeld Holz: Projekt Gartenliege aus Lärchenholz.  „Mein Meisterstück sollte vor allem alltagstauglich und funktional sein. Ich wollte ein Möbelstück bauen, das danach nicht in irgendeiner Ecke steht und in Vergessenheit gerät. Da wir einen großen Garten haben, kam ich auf die Idee mit der Gartenliege.“  © Foto: Handwerkskammer Dresden
Tim Friedrich, Ludwig-Richter-Oberschule Radeberg, Klasse 8, Juniormeister Berufsfeld Holz: Projekt Sidebord. "Mit Holz bauen ist eine meiner schönsten Freizeitbeschäftigungen, deshalb habe ich mich auch beim Projekt Juniormeister im Bereich Holz angemeldet. Die Highlights für mich waren das Arbeiten mit Epoxidharz und an der CNC-Maschine.  
Tim Friedrich, Ludwig-Richter-Oberschule Radeberg, Klasse 8, Juniormeister Berufsfeld Holz: Projekt Sidebord. "Mit Holz bauen ist eine meiner schönsten Freizeitbeschäftigungen, deshalb habe ich mich auch beim Projekt Juniormeister im Bereich Holz angemeldet. Die Highlights für mich waren das Arbeiten mit Epoxidharz und an der CNC-Maschine.   © Foto: Handwerkskammer Dresden
Lilly Berndt, Evangelische Schule Coswig, Klasse 8, Juniormeisterin Berufsfeld Holz:  Projekt Schreibtisch mit Wechselplatte (rot oder grün je nach Stimmung). "Ich habe mich für einen Schreibtisch entschieden, weil mein jetziger Schreibtisch kaputt ist und man Selbstgebautes zum Teil ein Leben lang hat."
Lilly Berndt, Evangelische Schule Coswig, Klasse 8, Juniormeisterin Berufsfeld Holz:  Projekt Schreibtisch mit Wechselplatte (rot oder grün je nach Stimmung). "Ich habe mich für einen Schreibtisch entschieden, weil mein jetziger Schreibtisch kaputt ist und man Selbstgebautes zum Teil ein Leben lang hat." © Foto: Handwerkskammer Dresden
Niels Frenzel, Gymnasium Bürgerwiese, Klasse 8, Juniormeister Berufsfeld Elektro: Projekt Musik-Mixer. "Ich wollte gern ein Mischpult bauen, um damit Musik zu produzieren.
Mein Meisterstück sollte möglichst viele Einstellmöglichkeiten haben und funktionieren. Es sollte eine Eigenkreation sein und nichts Nachgebautes von einer Firma werden. Am Ende hat sich die ganze Arbeit doch gelohnt und der Mixer ist so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe."
Niels Frenzel, Gymnasium Bürgerwiese, Klasse 8, Juniormeister Berufsfeld Elektro: Projekt Musik-Mixer. "Ich wollte gern ein Mischpult bauen, um damit Musik zu produzieren. Mein Meisterstück sollte möglichst viele Einstellmöglichkeiten haben und funktionieren. Es sollte eine Eigenkreation sein und nichts Nachgebautes von einer Firma werden. Am Ende hat sich die ganze Arbeit doch gelohnt und der Mixer ist so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe." © Foto: Handwerkskammer Dresden
Oliver Junghanns, Heinrich-Zille-Oberschule Radeburg, Klasse 8, Juniormeister Berufsfeld Elektro: Projekt LED-Würfel. "Ich habe mir das Meisterstück so vorgestellt, dass es gut funktioniert und meinen Vorstellungen entspricht. Es soll überall einsetzbar sein und gut aussehen. Die Fertigung war manchmal schwierig.
Ich kann sagen, dass sich die Mühe gelohnt hat. Es hat Spaß gemacht und ich konnte meine Fähigkeiten optimal umsetzen."
Oliver Junghanns, Heinrich-Zille-Oberschule Radeburg, Klasse 8, Juniormeister Berufsfeld Elektro: Projekt LED-Würfel. "Ich habe mir das Meisterstück so vorgestellt, dass es gut funktioniert und meinen Vorstellungen entspricht. Es soll überall einsetzbar sein und gut aussehen. Die Fertigung war manchmal schwierig. Ich kann sagen, dass sich die Mühe gelohnt hat. Es hat Spaß gemacht und ich konnte meine Fähigkeiten optimal umsetzen." © Foto: Handwerkskammer Dresden
Felix Koch, Albert-Schweitzer-Schule, Klasse 9, Juniormeister Berufsfeld Metall: Projekt "Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Spiel". Das Spielbrett und die Figuren leuchten mithilfe von LED. "Es war schwieriger in der Herstellung als ich dachte, aber es hat sehr viel Spaß gemacht. Ich freue mich, mein Meisterstück zum Spieleabend in der Familie zu benutzen."
Felix Koch, Albert-Schweitzer-Schule, Klasse 9, Juniormeister Berufsfeld Metall: Projekt "Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Spiel". Das Spielbrett und die Figuren leuchten mithilfe von LED. "Es war schwieriger in der Herstellung als ich dachte, aber es hat sehr viel Spaß gemacht. Ich freue mich, mein Meisterstück zum Spieleabend in der Familie zu benutzen." © Foto: Handwerkskammer Dresden
Maggy-Sophie Klemmt, Ludwig-Richter-Oberschule Radeberg, Klasse 9, Juniormeisterin Berufsfeld Raumausstattung: Projekt Klappmatratze. "Ich habe mich für die vierteilbare Klappmatratze entschieden, weil ich in meiner Freizeit bei der Freiwilligen Feuerwehr öfter im Zelt übernachte und wegen meiner dünnen Isomatte Rückenschmerzen habe. Die Klappmatratze ist rückenschonend und lässt sich gut transportieren. Der zeitliche Aufwand war recht groß und ich musste feststellen, dass sehr viele einzelne Schritte zu bedenken waren. Auf jeden Fall hat es mir super viel Spaß gemacht und ich habe neue Dinge dazugelernt, zum Beispiel Stoffe zuschneiden und zusammenstecken."
Maggy-Sophie Klemmt, Ludwig-Richter-Oberschule Radeberg, Klasse 9, Juniormeisterin Berufsfeld Raumausstattung: Projekt Klappmatratze. "Ich habe mich für die vierteilbare Klappmatratze entschieden, weil ich in meiner Freizeit bei der Freiwilligen Feuerwehr öfter im Zelt übernachte und wegen meiner dünnen Isomatte Rückenschmerzen habe. Die Klappmatratze ist rückenschonend und lässt sich gut transportieren. Der zeitliche Aufwand war recht groß und ich musste feststellen, dass sehr viele einzelne Schritte zu bedenken waren. Auf jeden Fall hat es mir super viel Spaß gemacht und ich habe neue Dinge dazugelernt, zum Beispiel Stoffe zuschneiden und zusammenstecken." © Foto: Handwerkskammer Dresden

Das Modellprojekt Juniormeister wird von der Handwerkskammer Dresden und dem Amt für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden finanziert.  Für die nächste Runde, die in den Herbstferien beginnt,  sind noch einige Plätze frei. Die Anmeldung erfolgt über die teilnehmenden Schulen in und um Dresden.

Es werden auch noch Betriebe gesucht, die das Projekt mit unterstützen. Vielleicht lernen sie so ihre künftigen Auszubildenden kennen? So war es zum Beispiel bei Juniormeisterin Anna Höfgen: Nach dem Projekt Juniormeister und ihrem Meisterstück, einer Gartenliege aus Lärchenholz, wird sie nach ihrem Schulabschluss im kommenden Jahr eine Ausbildung zur Tischlerin absolvieren. Wo? Aller Voraussicht nach in dem Betrieb, der sie auch bei dem Projekt begleitet hat.

Weitere Informationen sowie das Bewerbungsformular finden Sie auf den Seiten der Handwerkskammer Dresden: www.hwk-dresden.de/juniormeister

Kontakt

njumii – Das Bildungszentrum des Handwerks

Handwerkskammer Dresden
Am Lagerplatz 8
01099 Dresden
Tel.: 0351-4640100

Ansprechpartnerin zum Modellprojekt Juniormeister:
Josefine Jeske
Tel.: 0351-4640-543
[email protected]

Hier gelangen Sie zur Unternehmenswelt von njumii - das Bildungszentrum des Handwerks.