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Arbeitsloser sprengte 35 Fahrkartenautomaten

Ein 33-Jähriger hat gestanden, eine Serie von Anschlägen auf Automaten in mehreren Bundesländern, darunter auch Sachsen, begangen zu haben.

© dpa

Darmstadt. Ein 33-Jähriger hat vor dem Landgericht Darmstadt gestanden, eine Serie von Anschlägen auf 35 Fahrkartenautomaten in mehreren Bundesländern, darunter auch Sachsen, begangen zu haben. „Es war Verzweiflung, Hartz IV war gesperrt, ich hatte kein Essen mehr und war mit der Miete im Rückstand“, sagte der 33-Jährige aus Gera in Thüringen zu Prozessbeginn. „Da kam ich auf die Idee mit den Fahrkartenautomaten.“

Laut Anklage schlug er hauptsächlich in Hessen zu, aber auch in Sachsen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Bayern. Der 33-Jährige gab an, sich bewusst eher ruhigere Ziele ausgesucht zu haben, auch, um niemanden zu gefährden. Zum Knall kam es jeweils vor dem frühen Bahnverkehr. In Sachsen sprengte er Automaten in Frohburg und Neukieritzsch (beide Landkreis Leipzig).

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Der ehemalige Fremdenlegionär erbeutete laut Anklage fast 32.000 Euro. Der Sachschaden wird auf mindestens 790.000 Euro geschätzt. Für den Prozess sind zwei Verhandlungstage vorgesehen. Im Fall einer Verurteilung droht dem Mann eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren. (dpa)