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Jungfernfahrt auf neuem Radweg

Der erste Teil der Strecke von Waldheim nach Rochlitz ist freigegeben. Wann der gesamte Weg fertig ist, ist noch offen.

Von Frank Korn

Vater, Mutter und Kinder

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Waldheim/Hartha. Die Bahnstrecke von Waldheim nach Rochlitz hatte früher die Kursbuchnummer 433. In diesem Jahr hätte sich ihr Bestehen zum 125. Mal gejährt. Doch die Strecke ist lange stillgelegt, am 31. Mai 1997 verkehrten die letzten Züge. Am Dienstag ist die ehemalige Eisenbahntrasse ihrer neuen Bestimmung übergeben worden. Das erste Teilstück des Radweges zwischen Waldheim und Rochlitz mit einer Länge von 1,9 Kilometern, das von der Firma Walter Straßenbau Etzdorf umgesetzt wurde, wurde feierlich eröffnet.

Waldheims Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) konnte sich daran erinnern, dass er als Kind mit dem Zug gefahren war, und auch an der Bahnstrecke gespielt hatte. „Dass die Strecke heute als Radweg dient, finde ich gut. Auch viele Wanderer werden diesen Weg dankend annehmen“, so Ernst. Die Bürgermeister aus Geringswalde, Thomas Arnold (parteilos), und Hartha, Ronald Kunze (parteilos), stimmten ihrem Waldheimer Kollegen zu. „Der Radweg wertet die Region für die Anwohner auf und bringt die Städte näher zusammen“, sagte Arnold. Frank Dehne (parteilos), Stadtoberhaupt von Rochlitz, wünscht sich, dass der Bau des Radweges bis Rochlitz möglichst schnell abgeschlossen werden kann.

Zumindest der restliche Teil des ersten Bauabschnittes soll noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden. „Mit dem Bau der knapp drei Kilometer bis zur Ortsumgehung in Hartha soll im Oktober begonnen werden“, sagte Holger Kunz, der als Vertreter des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) bei der Einweihung dabei war. Das Lasuv übernimmt sowohl die Planung als auch die Finanzierung und Umsetzung des Projektes. Bis Mai 2019 könnte der erste Bauabschnitt dann abgeschlossen werden. Wie lange es dauert, bis die gesamte Strecke (20 Kilometer) fertig ist, vermochte Kunz nicht zu sagen.

Für die Anwohner ist dieses erste Teilstück des Radweges ein Gewinn. Barbara und Dietmar Hack sind gern mit dem Rad unterwegs. „Wir können uns gut an die Zeiten erinnern, als der Zug noch hier lang fuhr. Dass die Strecke jetzt ein Radweg ist, finden wir herrlich“, sagte Dietmar Hack. Er hatte es sich nicht nehmen lassen, die Eröffnungstour mitzufahren. „Es lässt sich gut fahren“, lautete sein Urteil.