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Auf der großen Bühne

Alexander Ganz spielt in Dresden neben bekannten Schauspielern. Am Zittauer Theater begann seine Karriere.

© Sebastian Hoppe

Von Jan Lange

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Zittau/Dresden. Die Zuschauer sind begeistert. Bei Facebook schreiben sie kurz nach der Premiere von „Die Nashörner“, dass das Ensemble super gewesen sei und es ein toller Abend war. Das Stück des französisch-rumänischen Autors Eugène Ionesco wird mit viel Beifall aufgenommen, wie SZ-Theaterkritiker Rainer Kasselt schreibt. Großen Anteil an diesem Erfolg hat Alexander Ganz. Der 20-Jährige spielt Behringer. Und er stellt ihn als verunsicherten Außenseiter, der Trost bei Flachmann und Fräulein Daisy sucht und sich sinnentleerte Wortduelle mit dem Kontrahenten Hans liefert, dar.

Für den jungen Schauspieler, dessen Karriere im Zittauer Theaterjugendclub (TJC) begann, ist es die erste große Premiere am Staatsschauspiel Dresden. „Und es ist auch gleich eine riesige Herausforderung für mich“, sagt Alexander Ganz, der über einen Workshop in der Burgteichschule zum TJC kam. Vier Jahre war er im TJC dabei, wirkte in dieser Zeit in drei eigenen Produktionen des Theaternachwuchses sowie in drei gemeinsamen Stücken mit dem Zittauer Schauspielensemble mit.

Seit 2015 studiert der Zittauer an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Dass er professioneller Schauspieler werden möchte, stand für Alexander Ganz erst fest, nachdem er zum Theaterjugendclub gekommen war. Seine Eltern haben ihn bei seinem Wunsch unterstützt. Und nun ist dieser Wirklichkeit geworden. Der 20-Jährige steht auf den großen Bühnen des Landes. An der Schauspielerei reizt ihn vor allem, dass er sich auf der Bühne entfalten und in andere Charaktere schlüpfen kann – so wie in „Die Nashörner“.

Das fünfte bis achte Semester arbeiten Alexander Ganz und seine Kommilitonen an den Schauspielstudios verschiedener Theater. Zurzeit sind das die Theater in Leipzig, Köln, Halle und Dresden. Dort werden sie in erster Linie von den Schauspielern des Hauses unterrichtet, denselben Menschen also, mit denen sie am Abend gemeinsam auf der Bühne stehen.

Alexander Ganz ist in Dresden tätig und spielt hier beispielsweise an der Seite von Christian Friedel und Hannelore Koch in dem Shakespeare-Stück „Hamlet“. Dabei handelt es sich um eine Umbesetzung. Der 20-Jährige ist seit vergangenem Herbst als Höfling Güldenstern zu sehen. Am Freitag und Sonnabend gastieren die Dresdner mit diesem Stück am Schauspielhaus Düsseldorf. Auch „Die Nashörner“, die Inszenierung der Schauspielstudenten, wird am 11. und 17. März erneut im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden aufgeführt.

Noch bis Sommer 2019 dauert das Studium. Bereits im Oktober diesen Jahres wird es ein inoffizielles Abschlussvorsprechen der Nachwuchsdarsteller in Dresden geben, wie der 20-Jährige erklärt. Danach finden dann offizielle Vorsprechen der Schauspielstudenten in Berlin, Neuss und München statt. „An den genannten Orten werde ich meine Monologe und Szenenstudien, die ich während der Studienarbeit in Dresden erarbeitet habe, präsentieren“, kündigt Alexander Ganz an. Eine gute Werbung ist natürlich auch die aktuelle Inszenierung „Die Nashörner“.

Länger in Dresden zu spielen, kann sich der 20-Jährige auf jeden Fall vorstellen. Dresden sei nach seinen Worten eine Stadt, die gut und gerne weiter bereichert, immer wieder hinterfragt und herausgefordert werden kann. „Das Schauspielhaus in Dresden ist vielseitig und facettenreich, bekommt eine große Wertschätzung in der Dresdner Bevölkerung und genau diese erfährt man immer wieder“, fügt der junge Mime hinzu. Unter anderem sei das Ensemble in Dresden für ihn als Studenten und Mensch bereichernd und wichtig.

„Theater ist für mich eine Institution, die nicht vom Menschen distanzieren sollte und in eine Künstlichkeit verfällt, nicht die Augen verschließt, die nicht mit der Zeit exerziert, sondern die die Zeit seziert. Theater ist für eine Stadt, die Region gemacht, die einen großen Reichtum in sich trägt und ich bin froh, dass dieser kulturelle Reichtum durch das Theater in Dresden ausgeschöpft wird“, meint Ganz.