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Auf der Straße nach Süden

Geburtstags- und Frauentags-Gala mit Uwe Jensen am 8. März in der Lausitzhalle – wir haben ein Extra im Angebot.

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Uwe Jensen bei einem früheren Auftritt in der Hoyerswerdaer Lausitzhalle.
Uwe Jensen bei einem früheren Auftritt in der Hoyerswerdaer Lausitzhalle. © Foto: Julia Lindenberger

Uwe Jensen gastiert am 8. März in der Hoyerswerdaer Lausitzhalle. Wir sprachen mit dem Sänger und Entertainer:

Herr Jensen – die Show, mit der Sie am 8. März, also am Internationalen Frauentag, in Hoyerswerda gastieren, heißt „Happy Birthday Uwe Jensen“. Eigentlich war ja am 5. Juli des Vorjahres ein „rundes“ Datum für Sie. Feiern Sie so lange – oder schon wieder vor?

Ja, der runde Geburtstag war schon im letzten Jahr. Man soll ja nicht vorfeiern, aber hinterher ... unbegrenzt, vor allem mit den vielen Freunden, die am „Tag welchem“ selbst nicht dabei sein konnten. Außerdem bot sich der 8. März als Frauentag ja geradezu an für eine Feier – machen wir also ein Doppeljubiläum draus!

In Hoyerswerda sind Sie ja nicht das erste Mal. Seit 1997 waren Sie, wenn ich richtig gezählt habe, 18-mal mit „Wiedersehen macht Freude“ in der Lausitzhalle. Da ist das Haus am Lausitzer Platz irgendwie Ihr zweites Wohnzimmer ...

Es ist schon ein besonderes Verhältnis zur Lausitzhalle und zu den Menschen in Hoyerswerda. Wenn ich mit dem Auto vorfahre, ist es wie ein Nachhause-Kommen.

Was schätzen Sie an Hoyerswerda?

Neben dem Publikum ist auch die Truppe in der Lausitzhalle unübertrefflich. „Alles Verbündete“, denke ich – der Schlüssel zum Erfolg und zum Wohlfühlen.

Wer hatte die Idee zur jetzigen Geburtstagsshow?

Evelin Matt, die große „Macherin“ des „Kessel Buntes“ und von „Wiedersehen macht Freude“. Diese erneute Zusammenarbeit mit ihr hat wieder viel Kreatives angestoßen. Also, das soll jetzt keine Drohung sein – aber wir haben vor, in nächster Zeit wieder etwas ganz Neues in der Lausitzhalle als Show anzubieten.

Bleiben wir zunächst beim 8. März: An wen richten sich Ihre Musik, Ihre Show und Ihr neues Projekt im Besonderen?

Die Menschen mitten im Leben. Die, die schon zwei unterschiedliche Leben gelebt und gemeistert haben – in der DDR und heute in Deutschland. Wenn bei ihnen das berechtigte Gefühl entsteht, dass sie richtig stolz darauf sein können, auf ihre Lebensleistung, auf die Musik und auf die Künstler, mit denen sie groß geworden sind – dann werden bestimmt Glückshormone wie ein Wasserfall ausgeschüttet. Natürlich auch bei mir – das lässt mich nicht altern. Was könnte es Besseres geben?

Apropos „Ewige Jugend“: Kehren wir mal zu den Anfängen zurück. Es hätte ja auch ganz anders kommen können mit Uwe Jensen, der damals noch Pawelczky hieß. Sie waren zuerst Theaterregisseur, haben dann klassische Musik studiert, sind später zur Rockmusik gewechselt und erst ganz zuletzt zum Schlager. Könnten Sie sich vorstellen, heute auch ein renommiertes Theater wie die „neue bühne“ senftenberg zu führen oder als lyrischer Tenor zu brillieren – oder als Rocker-Urgestein?

Nein. Das Erwähnte war mein erstes Leben. Also, ich bin angekommen und möchte diesen Platz jetzt ausfüllen. Mit gutem Entertainment. Das bietet mir so viel Möglichkeiten, mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen .... Ich fühl mich darin wohl.

Mit dem Namen Uwe Jensen verbindet sich für viele immer noch „Auf der Straße nach Süden“, das Sie 1979 sangen; ich glaube, als B-Seite der Single „Mama Leone“. Aber die „Straße“ ist Legende geworden, obwohl kaum noch einer weiß, dass sie von Jack White, also dem kölschen Ex-Fußballer Horst Nußbaum, als „I’ve been looking for freedom“ komponiert worden ist und 1978 mit Marc Seaberg in den deutschen Charts mit Platz 14 eher mäßig abschnitt. Auch die deutsche Fassung von Tony Marshall war nicht gerade ein Erfolg – sie versackte auf Platz 41. Erst als David Hasselhoff 1989 mit „Freedom“ glaubte die Mauer weggesungen zu haben, wurde das Lied eine Nummer 1 in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hätten Sie das 1979 geglaubt? Schließlich waren Sie ja zehn Jahre eher dran ...

Tja, was die Amis so reden. Nicht nur Trump, auch David Hasselhoff. Von einem „Baywatch-“ und „Knight-Rider“-Helden ließ sich die Mauer ganz bestimmt nicht beseitigen. Solche Wahnvorstellungen sind eigentlich eine Frechheit den DDR-Bürgern gegenüber ... okay – lassen wir das.

Genug des Kramens im Gestern – was erwartet Ihre Gäste in Hoyerswerda?

Ohne zu viel zu versprechen: fast die gesamte Crème de la Crème des DDR-Schlagers und auch der Nachwendezeit: Uta Bresan, (Andreas) Holm & (Thomas) Lück, Muck (Hartmut Schulze Gerlach, d. Red.), Petra Zieger, Bernd Warkus (Deutschlands erfolgreichster Xylophon-Virtuose), außerdem Die Himmelsstürmer, Josefine Lemke, André, das Show-Ballett „Smash“ und das Kindermusicaltheater Berlin.

Ein Kindermusicaltheater? Was ist denn an dem so Besonderes, dass es in Ihre Geburtstagsshow gehört?

Mir liegt das Afrika-Projekt des Kindermusicaltheaters total am Herzen. Weil damit den Menschen vor Ort, im konkreten Fall in Tansania, geholfen wird, ein menschenwürdiges Leben aufzubauen – mit Hilfe zur Selbsthilfe, also dem Bau von Schulen, Brunnen, Krankenstationen ... Das wird auch helfen, den Flüchtlingsstrom zu stoppen, indem den Menschen eine Zukunft in Afrika ermöglicht wird. Genau vor der bisherigen Zukunftslosigkeit fliehen sie ja. Wer verlässt schon seine Heimat, wenn nicht unter Existenz-Zwang ... Das Kindermusicaltheater lehnt sich so weit aus dem Fenster zum Thema „Wir leben alle unter einem Stern“ – Hut ab. Wer’s genau wissen will, kann sich im Internet informieren.

www.massai-helfen.de

Zurück von Tansania nach Hoyerswerda: Welches Lied liegt Ihnen hier in Ihrer Show besonders am Herzen?

Mein Lieblingssong in dieser Show wird ein Lied in Erinnerung an einen Freund sein: „Die singende Spreewaldgurke“ (Achim Mentzel, d. Red.). Seine Lebensfreude wird mich immer begleiten und gewiss alle, die ihn auf der Bühne, im Radio oder auf dem Bildschirm gesehen oder gehört haben.

Gegenfrage: Welchen Titel aus Ihrem umfangreichen Repertoire werden Sie auf keinen Fall mehr singen?

„Alles hat seine Zeit“. Das ist ein Lied, das heute nicht mehr zu mir passen würde; vor allem klingt ja darin „es muss einmal vorüber sein“ mit – und daran ist ja noch lange; nein: überhaupt nicht zu denken.

Was ist eigentlich der schönste Moment einer Show / und nach der Show?

Es gibt bestimmt viele kleine Glücksmomente in der Show. Aber wenn sich beim Finale herausstellt, „es hat den Menschen gefallen, ihnen was gegeben ...“ – dann ist alle Mühe der Vorbereitung vergessen. Es ist einfach ein schönes Gefühl, mit anderen Menschen so gleich zu schwingen ... na ja so bin ich nun mal. Ich tu’s wirklich nicht für mich allein als Selbstdarsteller.

Ehe wir’s vergessen: Sie deuteten an, dass es in Ihrer Hoyerswerdaer Show eine Geburtstagsüberraschung gibt.

Ja, aber nicht für mich alleine! Ich lade drei reale „Geburtstagskinder“-Frauen ein, gratis die Show zu erleben. Sozusagen als Doppel-Gratulation – zum eigentlichen Geburtstag und zum Frauentag. (Wie das funktioniert: siehe den Kasten mit dem SZ-Card-Faksimile rechts unten, d. Red.)

Und auch wer nicht unbedingt Geburtstag am 8. März hat – worauf darf der sich bei Ihrer Show freuen?

Auf einen Abend voll Hits und Elan. Ich werde mir das Ärmelfutter rausreißen für einen erlebnisreichen Tag!

Welche Botschaft würden Sie den Menschen hier gerne übermitteln?

„Lasst uns zusammenstehen – ohne Pessimismus.“ Vielleicht klingt es ein bisschen blauäugig, aber ich denke, der Slogan „Auch ohne Kohle sind wir reich“ würde auf Hoyerswerda und das Umland passen. Denn ich bin überzeugt, die Menschen in der Lausitz lassen sich nicht unterkriegen, auch wenn der Kohleausstieg kommt. Die Region hat doch so viel Potenzial, nicht nur touristisches! Ich denke, Musik kann da eine Menge an Optimismus und Kraft geben. Und wenn ich mich da einbringen kann, würde mich freuen.

Gespräch: Uwe Jordan

„Happy Birthday Uwe Jensen“ – die große Frauentagsgala zum Geburtstag / Lausitzhalle Hoyerswerda (Lausitzer Platz 4) / 8. März 2019 (Freitag), 15 Uhr // Karten: im SZ-Treffpunkt im Lausitz-Center Hoyerswerda am Lausitzer Platz 1 (im 1. Obergeschoss über der Post-Filiale)

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Alle SZ-Card-Besitzerinnen(!), die am 8. März Geburtstag haben, können an der Verlosung von drei V.I.P.-Karten für die Show von Uwe Jensen am 8. März in der Hoyerswerdaer Lausitzhalle teilnehmen: Drei Damen sind Gäste von Uwe Jensen, erhalten ein Gratis-Ticket, das ihnen am Abend der Show an der Kasse der Lausitzhalle von einer Empfangsperson übergeben wird. Ihnen wird auf der Bühne von Uwe Jensen gratuliert. Rufen Sie am Mittwoch, dem 23. Januar, zwischen 9 und 9.30 Uhr unter 1 03571 48705370 an; halten Sie Ihre SZ-Card bereit. Die Gewinnerinnen werden umgehend benachrichtigt