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Kennen Sie die wichtigsten Fakten zu Sachsens Luftfahrtgeschichte?

Vor 60 Jahren startet die 152 zum Erstflug. © Foto: Thomas Kretschel

In nicht mal einem Jahrhundert hat sich in Sachsen eine kleine Branche entwickelt. Auf den Grundstein, der mit der 152 gelegt wurde, konnte nach der Wende aufgebaut werden.

1878 Otto Lilienthal experimentiert mit Freiflugmodellen im Plauenschem Grund bei Dresden.

1901 Der Sächsische Verein für Luftschifffahrt wird gegründet. Bis zum Ende der 1930er-Jahre boomen Luftschiffe.

1946 Betriebe der Luftfahrtbranche werden demontiert und mit den Familien der Ingenieure in die UdSSR deportiert.

1950-54 Rückkehr der Spezialisten

1953 Entwicklung der 152 aus dem Bomber 150

1954 DDR beschließt Aufbau einer eigenen zivilen Luftfahrtindustrie, Bau eines Werks für Strahlturbinen in Pirna

1956 Produktion von Tragflächen und Rümpfen für die IL-14P im VEB Industriewerk (später Flugzeugwerk) Dresden, Erstflug einer in Dresden montierten IL-14P

1958 Roll-out und Erstflug der 152-V1

1959 Beim 2. Probeflug am 4. März Absturz, die vier Insassen sterben. Auf Leipzigs Frühjahrsmesse gibt es keine ernsthaften Interessenten für die 152. Es folgen zwei Probeflüge einer 152-II-V4 und der Abbruch der Entwicklung einer 153.

1961 Der DDR-Ministerrat beschließt die Auflösung der Luftfahrtindustrie.

1965 Ende der Produktion von Flugzeugmotoren für die IL-14 P in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz)

1990 Die Deutsche Airbus GmbH und Flugzeugwerft Dresden gründen die Elbe Flugzeugwerke GmbH (EFW).

1991 Institut für Luftfahrzeugtechnik an der TU Dresden wird gegründet.

1991 Auslieferung des ersten Rumpfhecks einer Fokker 100 in Dresden

1992 Verschrottung von 140 MIG-Kampfflugzeugen in Dresden

1993 1. Großbauteil für den Transporter A300-600 ST aus Dresden, Fertigungsstart für Frachtraumverkleidungen und Bodenplatten für Airbus;

1994 erste Rumpfhecks für die Fokker 70 und 100 aus Dresden

1995 Der einzige erhaltene Rumpf eine 152 wird von Rothenburg nach Dresden überführt und bei den EFW eingelagert.

1996 Erstes Höhenleitwerk einer Fokker 100 aus Dresden, Gründung des Instituts für Luft- und Raumfahrttechnik an der TU, Auslieferung des ersten in Dresden umgerüsteten Frachters;

2005-2012 Tests am weltgrößten Passagierflugzeug Airbus A380-800 bei IMA/IABG.

2013 Für den Großauftrag eines Wasser/Abwassersystems beim A350 vervierfacht Diehl Aviation (zuvor AOA) die Kapazitäten und nimmt ein neues Fertigungsgebäude in Betrieb.

2017 Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt startet in Dresden ein Institut für die Entwicklung von Softwaremethoden zur Produkt-Virtualisierung im Luftfahrt-Bereich.

2018 Cotesa in Mittweida erhält von Boeing den Auftrag zur Herstellung wichtiger Komponenten für den Transporthubschrauber H-47 Chinook. Eine EFW-Tochter startet in Kodersdorf die Serienfertigung von Bodenplatten für Airbus. (SZ)

Quelle: „Luftfahrt in Sachsen“ von Lothar

Brehmer, LRT, SZ-Archiv